Urlaubsfotos: Richtig klicken nach dem „Klick“

So bewahrt man die schönsten Momente des Jahres im digitalen Zeitalter auf – und so findet man sie im Bedarfsfall auch wieder.
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Bildarchivierung auf dem iPad
dpa Bildarchivierung auf dem iPad

So bewahrt man die schönsten Momente des Jahres im digitalen Zeitalter auf – und so findet man sie im Bedarfsfall auch wieder.

So einfach war es noch nie, im Urlaub Fotos zu machen – dank der Digitalkameras. Ohne Rücksicht auf teures Filmmaterial wird einfach „abgeschossen“, was vor das Objektiv kommt. Zu Hause kann man ja die Spreu vom Weizen trennen. Doch dann bleibt das Bildmaterial monatelang in der Kamera, dank schier unerschöpflicher Chips ja kein Problem. Andere ziehen die Bilder auf die Festplatte ihres PC – dort liegen sie lange unbearbeitet. Schade um die schöne Urlaubserinnerung! Das muss nicht sein. Die AZ stellt Ihnen die besten Möglichkeiten vor, Ihre Urlaubsbilder zu konservieren.

BILDBEARBEITUNG

Nach dem Aussortieren unscharfer oder missglückter Fotos geht’s ans Beschriften. Nummerieren Sie die Aufnahmen. Wer’s mag und die Zeit hat, kann auch noch das Motiv benennen, „Markusplatz Venedig 2010“.

Viel Spaß kann auch die eigentliche Bildbearbeitung machen. Den Kameras liegt oft eine entsprechende Software mehr oder weniger guter Qualität bei. Man kann sich aber auch im Internet die geeigneten Programme herunterladen. Kostenlos gibt es zum Beispiel das sehr empfehlenswerte „PhotoFiltre“. Anderer Bildschnitt, Ausschnittsvergrößerungen, aufgefrischte Farben, mehr oder weniger Kontrast, heller oder dunkler – die Möglichkeiten, die Bildqualität zu verbessern, sind zahllos. Doch Vorsicht: Zu viel ist oft zu viel des Guten.

Die meisten Bildbearbeitungsprogramme haben auch eine Automatikkorrektur, die das Bild an durchschnittliche Werte anpasst. Ausprobieren!

FOTODIENSTE

Wenn Sie von Ihren Urlaubsbildern Papierabzüge haben wollen, gibt es zwei Möglichkeiten:

Fotogeschäft: Sie laden die Bilder auf einen USB-Stick oder brennen sie auf eine CD und bringen diese in ein Fotogeschäft. Auch viele Discounter bieten einen solchen Abzugsservice an.

Internetdienste: Sie können Ihre Fotos aber auch auf der Internetseite eines Fotodienstes hochladen, die Fotos werden dann per Post zugeschickt.

Der große Test: Die Stiftung Warentest hat gerade zwölf Anbieter eines solchen Service getestet – mit insgesamt guten Ergebnissen. Die besten Fotos lieferten Aldi und Foto Quelle. Aldi gehörte zu den Preisgünstigsten: 50 Fotos kosten inklusive aller Nebenkosten 6,49 Euro. Mit dem Testurteil „Gut“ schnitten neben Aldi und Quelle ab: Lidl, dm-Drogeriemarkt, Saturn und Schlecker.

Problemlos ist das Hochladen der Fotos ins Internet: Für eine Bilddatei im Umfang von 10 Megabyte werden bei einer schnellen DSL–Verbindung etwa eineinhalb Minuten benötigt. Bei einer langsameren Verbindung und mehr Bildmaterial kann sich dieser Zeitraum aber ziemlich in die Länge ziehen.

SELBER DRUCKEN

Beim Tintenstrahldrucker kostet der Ausdruck je nach Papier, Drucker und Druckauflösung zwischen zehn und 50 Cent pro 10 x 15-Bild. Der Tintenstrahler hat zwei Vorteile: Man hat das Bild sofort, und man kann in ungewöhnlichen Formaten drucken. Dafür sind die Bilder nicht besonders lichtbeständig und sehr empfindlich gegen Schmutz.

Ein Laserdrucker (ab 100 Euro) kann wesentlich günstiger drucken: Ein Foto in der Standardgröße 10 x 15 Zentimeter kommt auf etwa zehn bis 20 Cent.

Wer zu Hause ausschließlich Fotos in gängigen Formaten drucken möchte, ist mit einem Fotodrucker (ab 50 Euro) am besten bedient. Die gedruckten Bilder reichen an die Qualität guter Labors heran. Fotodrucker gibt es sowohl als Tintenstrahler als auch als Thermosublimationsdrucker, bei denen ein Foto zwischen 30 und 50 Cent kostet. Vorteil des Thermosub-Verfahrens: Das Papier ist UV-lichtbeständig und gegen Verschmutzung geschützt. Ein netter Schnickschnack sind mobile Postkartendrucker (ab 50 Euro). Die lassen sich mit in den Urlaub nehmen, direkt an die Digitalkamera anschließen. Druckfrisch können sie selbst gemachte Ansichtskarten verschicken.

DIE FOTO-APP DES IPAD

Man muss es einmal in der Hand gehabt haben, um die neue Dimension der Bildarchivierung und -Betrachtung der Foto-App des iPads schätzen zu können. Die Bilder – in Alben oder nach Stichworten sortiert – können in gestochen scharfer Qualität auf dem 9,7-Zoll-Bildschirm angeschaut werden.

FOTOALBEN

Bilder mit Uhu oder Fotoecken ins Album kleben und per Hand beschriften – das war einmal. Heute kann man sich Fotobücher mit den eigenen Bildern drucken und wie ein echtes Buch binden lassen. Da man trotzdem Einfluss auf die Gestaltung der Seiten hat, erfreuen sich Fotobücher immer größerer Beliebtheit. Anbieter gibt es zahlreiche (z. B. Lidl, Rossmann, Saturn, media Markt), die Preise sind erschwinglich – in guter Qualität unter einem Euro pro Seite. Und so funktioniert es:

Zuerst lädt man sich von der Internetseite des Anbieters die kostenlose Software auf den Computer.

Dann wählt man die digitalen Bilder aus, die man verwenden will. Mit der Software wird die Gestaltung der Seiten festgelegt.

Alle Daten des fertig gestellten Buches werden per Internet an den Anbieter gesendet. Der druckt und bindet und sendet es per Post zu.

Ähnlich ist das Verfahren auch bei Fotokalendern.

Laut aktuellen Tests ist der beste Anbieter der Fotoservice von Lidl (www.lidl-fotos.de). „Premium-Fotobücher gibt es bei ihm in vier Größen mit 16 bis 74 Seiten (in Glanzqualität von 15 bis 65 Euro, Lieferzeit zwei Tage).

Michael Heinrich

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