Unwetter behindert Arbeiten im Golf von Mexiko

Im Golf von Mexiko haben sich Rettungskräfte und Küstenbewohner am Samstag auf ein nahendes Unwetter vorbereitet. Tropensturm „Bonnie“ erreichte die Südküste von Florida, schwächte sich aber am Samstag zu einem Tiefdruckgebiet herab.
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Miami - Im Golf von Mexiko haben sich Rettungskräfte und Küstenbewohner am Samstag auf ein nahendes Unwetter vorbereitet. Tropensturm „Bonnie“ erreichte die Südküste von Florida, schwächte sich aber am Samstag zu einem Tiefdruckgebiet herab.

Meteorologen erwarteten, dass der Sturm am Samstagmittag (Ortszeit) über das defekte Bohrloch im Golf hinwegziehen würde. Die meisten Schiffe verließen bereits die Gewässer auf dem erwarteten Weg des Sturms. Als letztes sollten die Schiffe abziehen, die Videoaufnahmen und seismische Messungen aus der Tiefe übertragen. Einige von ihnen könnten möglicherweise sogar bleiben und den Sturm auf dem Meer abwarten, wie der Leiter der Rettungsarbeiten, Thad Allen, erklärte. Entgegen früherer Befürchtungen sollten die Ventile an der Verschlusskappe auf dem Bohrloch geschlossen bleiben.

Wenn die Unterseeroboter aber erst mal eingeholt sind, wissen die Rettungskräfte nicht mehr, was mit der Kappe in rund 1.500 Meter Tiefe passiert. Wissenschaftler rechneten jedoch nicht damit, dass ein Sturm die Kappe beschädigen könnte. An Land sicherten Arbeiter Werkzeuge für die Entfernung der Ölklumpen und holten ölgetränkte Schwimmbarrieren ein.

Alarm teilweise abgeschaltet

Unterdessen wurde bekannt, dass auf der im April explodierten Bohrinsel „Deepwater Horizon“ nach Aussage eines Elektrotechnikers eine Alarmanlage teilweise abgeschaltet war. Das System sei am Tag des Unglücks zwar eingeschaltet gewesen, um mögliche Brände sowie explosive und giftige Gase anzuzeigen, doch seien Sirenen und optischer Alarm außer Funktion gesetzt gewesen, sagte der Techniker Mike Williams am Freitag vor einer Kommission zur Untersuchung von Unfällen auf See in Kenner, Louisiana. Ihm sei gesagt worden, dass das Unternehmen nicht wolle, dass Mitarbeiter auf der Bohrinsel wegen eines Fehlalarms nachts geweckt würden. Bei dem Unglück am 20. April kamen elf Arbeiter ums Leben. Bis zur provisorischen Schließung des Lecks in der vergangenen Woche strömten bis zu 700 Millionen Liter Öl ins Meer.

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