Überhöhte Ansprüche an das Elternsein

Überhöhte Ansprüche an das Elternsein erschweren einer aktuellen Studie zufolge vielen jungen Erwachsenen die Verwirklichung ihres Kinderwunsches.
dpa |
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Wiesbaden - Knapp die Hälfte der Befragten spürt einen starken Druck auf Eltern in der Gesellschaft, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden ergab.

80 Prozent sagten, dass Eltern ihrer Meinung nach bei der Erziehung viel falsch machen könnten. Dieses anspruchsvolle Familienbild trägt nach Auffassung der Wissenschaftler zur niedrigen Geburtenrate in Deutschland bei. Die Forscher hatten bundesweit Menschen im Alter zwischen 20 und 39 Jahren repräsentativ befragt.

Lesen Sie hier: Mutter muss Namen des wahren Vaters nicht nennen

"In Deutschland dominiert eine Kultur des Bedenkens, Zweifelns und Sorgens im Hinblick auf Elternschaft, obwohl der Wunsch nach einem eigenen Kind groß ist", sagt Norbert Schneider, Direktor der Forschungseinrichtung des Bundes, mit Blick auf die Ergebnisse. Der Wunsch nach Perfektion in der Elternschaft sei neben ökonomischen und politischen Faktoren ein entscheidender Grund, weshalb viele junge Menschen ihren Kinderwunsch nicht in die Tat umsetzten. Politische Maßnahmen, die auf die Familie abzielten, müssten deshalb vor allem den Druck auf Eltern reduzieren und ihre Lebensqualität verbessern.

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