Über 200 hitzebedingte Todesfälle seit Sonntag in Spanien

Extremhitze treibt die Sterbezahlen in Spanien wieder einmal rasant nach oben – doch an der Mittelmeerküste und auf Mallorca bleiben Touristen und Einwohner weitgehend verschont.
dpa |
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Auf Mallorca gab es auch hohe Temperaturen, hitzebedingte Sterbefälle gab es auf der Insel aber nicht. (Archivbild)
Auf Mallorca gab es auch hohe Temperaturen, hitzebedingte Sterbefälle gab es auf der Insel aber nicht. (Archivbild) © Clara Margais/dpa
Madrid

Die erste Hitzewelle des Sommers hat in Spanien nach einer offiziellen Schätzung innerhalb von vier Tagen mehr als 200 Menschenleben gefordert. Zwischen Sonntag und Mittwoch sei eine Übersterblichkeit von 212 Todesfällen registriert worden, teilte das System zur Überwachung der täglichen Sterblichkeit der Universität Carlos III in Madrid mit. Diese werden den ungewöhnlich hohen Temperaturen von bis zu gut 45 Grad zugeschrieben.

Der Tag mit der höchsten Übersterblichkeit war demnach der Mittwoch mit 95 Todesfällen - fast die Hälfte der Gesamtzahl in dem viertägigen Zeitraum. Am Dienstag wurden 66 hitzebedingte Todesfälle registriert, am Montag 38 und am Sonntag 13.

Jedes Jahr gibt es in Spanien Tausende Sterbefälle, die offiziell den hohen Temperaturen zugeschrieben werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid gab es zwischen dem 16. Mai und dem 30. September 2025 landesweit 3.832 hitzebedingte Todesfälle.

Mittelmeerküste blieb von Hitzewelle weitgehend verschont

Hitzeperioden führen nicht nur in Spanien regelmäßig zu einem Anstieg der Mortalität. In vielen bzw. in den meisten Fällen führt aber die Kombination aus Hitzeexposition und bestehenden Vorerkrankungen zum Tod.

Die Hitzewelle, die seit dem Wochenende große Teile Europas erfasste, ging in Spanien nach Angaben des Wetterdienstes Aemet am Donnerstag zu Ende. Dienstag und Mittwoch gehörten laut der Behörde zu den heißesten Tagen, die in Spanien seit Beginn der Erfassungen im Jahr 1950 für diesen Monat gemessen wurden. Am stärksten betroffen waren die zentralen und nördlichen Regionen des Landes. Die bei Urlaubern beliebte Mittelmeerküste blieb weitgehend verschont, ebenso wie die Balearen mit der Urlaubsinsel Mallorca. Dort gab es in den vergangenen Tagen keine hitzebedingten Todesfälle.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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