TÜV: Viele Fahrstühle in Deutschland mit Mängeln

Trotz des hohen Sicherheitsniveaus bei technischen Anlagen in Deutschland, sind bei rund 60 Prozent deutliche Schwachstellen vorhanden. Dies ergab ein Bericht des TÜVs. Die meisten Mängel sind jedoch geringfügig.
| dpa/az
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Der TÜV hat die Sicherheit von Fahrstühlen untersucht. Foto: Martin Schutt/Illustration
dpa Der TÜV hat die Sicherheit von Fahrstühlen untersucht. Foto: Martin Schutt/Illustration

Berlin  - Bei rund 60 Prozent der geprüften Fahrstühle in Deutschland hat der TÜV im vergangenen Jahr Mängel festgestellt. Laut "Anlagensicherheitsbericht 2016" der Technischen Überwachungsvereine waren nur 38,6 Prozent der Aufzüge mängelfrei, wie "Die Welt" berichtet.

Insgesamt habe Deutschland aber ein hohes Sicherheitsniveau bei technischen Anlagen, teilte der Verband der TÜV mit.

Etwa die Hälfte der Mängel werteten die Prüfer als geringfügig (48 Prozent) - es geht zum Beispiel um unvollständige Papiere zu Wartungsarbeiten oder eine defekte Beleuchtung.

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Rund 70.000 Anlagen mit sicherheitstechnischen Mängeln

Rund 13 Prozent der geprüften Fahrstühle - etwa 70.000 Anlagen - hatten allerdings erhebliche sicherheitstechnische Schwachstellen, wie fehlende oder kaputte Notrufanlagen oder Korrosion an den Tragseilen. Solche Mängel müssen behoben und die Anlagen dann erneut geprüft werden, wie Verbands-Sprecher Johannes Näumann sagte.

Sachverständige ließen einige Fahrstühle sofort stilllegen: Als gefährlich stuften sie 0,62 Prozent der Mängel ein. Ursache dafür könnten etwa verschlissene Tragseile oder eine nicht funktionierende Fangvorrichtung sein, sagte Näumann. Der Anteil an gefährlichen Mängeln war in den vergangenen Jahren relativ konstant.

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Zustand der Anlage bei jedem fünften Fahrstuhl unbekannt

Allerdings gebe es auch geschätzt bis zu 145.000 Anlagen, die von ihren Betreibern noch nie zur gesetzlich vorgeschriebenen Prüfung angemeldet worden seien. Damit sei bei deutschlandweit fast jedem fünften Fahrstuhl nichts über den Zustand der Anlage bekannt.

Seit Einführung einer Prüfplakette für Aufzüge 2015 melden sich demnach immer mehr Betreiber zur Prüfung an. "Hier ist offenbar schon ein erster positiver Effekt der Pflicht zur Prüfplakette sichtbar", sagte Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbandes der TÜV. Im vergangenen Jahr untersuchten die Überwachungsstellen eigenen Angaben zufolge rund 534 000 Aufzüge in Deutschland.

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