Tsunami-Warnung nach Erdbeben in Neuseeland

Ein Erdbeben hat die Südinsel Neuseelands erschüttert. Die Behörden warnen vor einem "zerstörerischen Tsunami".
dpa |
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Anwohnern zufolge war das Beben nahe Te Anau sehr stark. (Symbolfoto)
Anwohnern zufolge war das Beben nahe Te Anau sehr stark. (Symbolfoto) © Jan Woitas/dpa
Wellington

Nach einem Erdbeben der Stärke 6,3 hat der neuseeländische Zivilschutz eine Tsunami-Warnung für Teile der Südinsel herausgegeben und die Menschen in gefährdeten Küstengebieten zur sofortigen Evakuierung aufgerufen. Die US-Erdbebenwarte USGS bezifferte die Stärke auf 5,9. Demnach ereignete sich das Beben in einer Tiefe von rund 76 Kilometern nahe der Kleinstadt Te Anau.

Betroffen ist nach Angaben der neuseeländischen Behörden die Westküste der Südinsel zwischen dem Milford Sound und Puysegur Point. Dort sei eine Überflutung von Land durch einen Tsunami wahrscheinlich. Die Behörden forderten Anwohner auf, sich "unverzüglich auf höher gelegenes Gelände, außerhalb der Tsunami-Evakuierungszonen oder so weit wie möglich ins Landesinnere" zu begeben. 

Was sagen Anwohner?

Auch in Gebieten, in denen das Erdbeben nicht zu spüren gewesen sei, müsse die Evakuierung sofort erfolgen, da ein zerstörerischer Tsunami möglich sei, hieß es. "Bleiben Sie nicht zu Hause, wenn Sie zur Evakuierung aufgefordert werden", warnte der Zivilschutz. Die Bevölkerung solle nach Möglichkeit zu Fuß gehen, laufen oder mit dem Fahrrad flüchten, um Verkehrsstaus zu vermeiden. Eine Rückkehr sei erst nach einer offiziellen Entwarnung erlaubt.

"Das Erdbeben hat sich angehört, als würde ein Zug heranrauschen, es war sehr stark", sagte die Anwohnerin Janet Atkinson aus dem nördlich von Te Anau gelegenen Wanaka der Deutschen Presse-Agentur. Wie viele andere Anwohner verfolge sie die Anweisungen an die Bevölkerung im Radio. 

Die Behörden wiesen darauf hin, dass die erste Welle nicht zwangsläufig die größte sei. Die Tsunami-Aktivität könne mehrere Stunden andauern, "und die Gefahr ist real, bis diese Warnung aufgehoben wird".

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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