Trump verbreitet Video von tödlichem Tiger-Angriff

Nach dem tödlichen Tiger-Angriff in einem englischen Zoo verbreitet Donald Trump ein Video des Vorfalls und eine KI-Szene mit sich selbst. Die Familie des Opfers findet deutliche Worte.
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In einem Zoo in England wurde ein Mann von einem der Tiere getötet, nachdem er dessen Gehege betreten hatte. (Archivbild)
In einem Zoo in England wurde ein Mann von einem der Tiere getötet, nachdem er dessen Gehege betreten hatte. (Archivbild) © Dave Higgens/PA Wire/dpa
London

US-Präsident Donald Trump hat das Video des tödlichen Tiger-Angriffs auf einen Mann in einem englischen Zoo verbreitet. Zudem veröffentlichte Trump auf seiner Plattform Truth Social eine KI-Version, in der er in einer ähnlichen Szene einen Tiger in die Schranken weist. Die Familie des am Samstag von dem Tier getöteten Opfers erklärte der Nachrichtenagentur PA zufolge, dass "zutiefst anstößige Medieninhalte" ihnen schweren Seelenschmerz zufügten. Die zuständige Polizei hatte darum gebeten, Aufnahmen des Angriffs nicht weiterzuverbreiten.

Das 23-jährige Opfer war am Samstag aus bislang unbekannten Gründen in das Gehege des Tiers gesprungen. Wie die Polizei in der nordenglischen Grafschaft South Yorkshire mitteilte, erlitt der Mann schwere Verletzungen und starb trotz Bemühungen der Rettungskräfte noch vor Ort im Yorkshire Wildlife Park. Die Familie beschrieb ihn als "klugen, warmherzigen und einnehmenden jungen Mann". Sie schrieb über eine "schwere psychische Erkrankung über mehrere Jahre hinweg".

Trump schrieb zu dem Video, das den Vorfall zeigen soll: "Leg dich niemals mit der Natur an!" Zu sehen ist, wie sich der Tiger dem Mann nähert, ihn beißt und krallt. Trumps von Künstlicher Intelligenz erstellter Clip, der mit dem Lied "The Lion Sleeps Tonight" unterlegt ist, endet damit, dass Trump das Tier umarmt. Dem US-Präsidenten folgen auf seiner Plattform über 13 Millionen Profile.

Untersuchung beginnt am Donnerstag

Die Familie teilte mit, sie sei über den Verlust zutiefst am Boden zerstört und kämpfe damit, das Geschehene zu verarbeiten. Die Angehörigen baten darum, mit der Veröffentlichung und Verbreitung von Medieninhalten "in einer außergewöhnlich vulnerablen Zeit" aufzuhören. Die Familie sei "voller Hoffnung, dass die zuständigen Behörden ihr Möglichstes tun werden, um aufzuklären, warum unser wunderbarer Sohn getan hat, was er getan hat".

Eine Untersuchung des Vorfalls soll am Donnerstagmorgen eröffnet werden. In dieser soll auch geklärt werden, ob starke Medikamente, die das Opfer verschrieben bekommen hatte, eine Rolle gespielt haben. Der Tiger blieb bei dem Vorfall unverletzt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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