Trittbrettfahrer lösen wieder Großfahndung in Dingolfing aus

Ein Mann klingelt an einem Wohnhaus - und erschießt den 43-Jährigen, der ihm öffnet. Den Ermittlern in Niederbayern gibt die Tat Rätsel auf. Nun sorgen zwei Trittbrettfahrer für den nächsten Alarm.
dpa |
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Angehörige wählten nach der Tat den Notruf und riefen die Polizei.
Angehörige wählten nach der Tat den Notruf und riefen die Polizei. © Felix Kirberg/dpa
Dingolfing

Einen Tag nach der tödlichen Schuss-Attacke an einer Haustür haben im niederbayerischen Dingolfing zwei Trittbrettfahrer erneut einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Nach Angaben der Polizei standen am Dienstagnachmittag zwei Verdächtige mit einem Auto vor dem Tatort und äußerten sich gegenüber einem Angehörigen des Opfers derart, dass es als Drohung verstanden werden konnte. Es folgte eine Großfahndung.

Am Montag hatte eine noch unbekannte Person an dem Wohnhaus geklingelt und einen 43-Jährigen nach dem Öffnen der Tür niedergeschossen. Der Mann starb noch am Tatort. Der Täter konnte mit einem Fahrzeug entkommen.

Die Trittbrettfahrer fanden ihr Auftreten am Tatort "lustig"

Nachdem die beiden Verdächtigen vor dem Haus erschienen waren, riefen die Angehörigen erneut die Polizei. "Da ein möglicher Zusammenhang mit der gestrigen Tat nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen mit zahlreichen Streifen sowie einem Polizeihubschrauber in die Wege geleitet", teilten die Beamten mit.

Nach einer Stunde wurde der Wagen der Gesuchten entdeckt. Die Insassen, ein 18-Jähriger und ein 17 Jahre alter Jugendlicher, wurden dann zunächst in Gewahrsam genommen. Sie gaben an, dass sie ihr Auftreten gegenüber den Angehörigen des Opfers als "lustig" empfunden hätten.

Kripo setzt Sonderkommission zur Aufklärung des Verbrechens ein 

Um den flüchtigen Tatverdächtigen vom Montag zu finden, hat die Kriminalpolizei Landshut eine Sonderkommission mit rund 30 Beamten und Beamtinnen gegründet. Das Motiv und der genaue Tathergang sind laut der Polizei noch unklar.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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