"Traumatisierend": Bestürzung nach Tornado in Südfrankreich

Bei einem heftigen Unwetter überzieht ein Tornado eine kleine Gemeinde in Südfrankreich. Etliche Häuser sind beschädigt, Dutzende Menschen verletzt. Wie geht es dem Ort am Tag danach?
dpa |
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Nach dem Tornado untersuchen Einsatzkräfte die Häuser in der Gemeinde.
Nach dem Tornado untersuchen Einsatzkräfte die Häuser in der Gemeinde. © Idriss Bigou-Gilles/AFP/dpa
Pomas

Nachdem ein Tornado eine südfranzösische Gemeinde verwüstet hat, steht der Ort unter Schock. "Man könnte meinen, wir wurden bombardiert", sagt Anwohner Bruno im Sender BFMTV. "Alles muss neu gemacht werden, alles ist kaputt." 300 Häuser der Ortschaft Pomas in den Ausläufern der Pyrenäen wurden von dem Unwetter beschädigt. 39 Menschen wurden verletzt, 17 kamen ins Krankenhaus, 2 erlitten schwere Blessuren.

"Es war Chaos"

Marie-Hélène Bouissac von der Präfektur Aude spricht von "einem außergewöhnlichen und für alle Anwohner sehr traumatisierenden Ereignis". Am späten Montagnachmittag hatte der Tornado die Gemeinde getroffen. "Das ist so schnell gekommen, wir konnten nichts tun", erzählt Anwohnerin Amandine dem Sender BFMTV. Sie habe Gegenstände herumfliegen sehen und sich in Sicherheit gebracht. Der heftigste Teil des Unwetters habe nur wenige Minuten gedauert. "Ich bin wieder raus gegangen. Es war Chaos", sagt die Frau unter Tränen.

"Es gibt keine Ziegel mehr, keine Dächer. Die Häuser, die ein Obergeschoss hatten, haben es verloren", schildert Anwohner Fabien dem Sender France Info. "Ich weiß nicht, wie ich es Ihnen beschreiben soll, so schwer ist es, das zu glauben." Ein weiterer Bewohner, dessen Haus schwer beschädigt wurde, sagt der Zeitung "Le Parisien", es gehe auch nicht nur um die materiellen Schäden. Ein anderer Mann brüllt dem Blatt zufolge unter Tränen: "20 Jahre lang habe ich mir den Rücken krumm gemacht und ich habe kein Dach mehr. Ich habe kein Dach mehr."

Einsatzkräfte untersuchen Häuser

Wie stark die Schäden in Pomas insgesamt sind, ist bisher nicht klar. Einsatzkräfte sind noch immer vor Ort und nehmen die Häuser in Augenschein. Auch die Gebäude, die auf den ersten Blick nicht betroffen scheinen, untersuchen sie. Bis man Gewissheit habe, habe man die Bewohner gebeten, ihre Häuser zu verlassen, sagt Bouissac. 1.400 Häuser in der Gegend sind nach dem Unwetter noch immer vom Strom abgeschnitten. Auch im Flugverkehr, auf der Straße und bei Zügen kam es wegen des Unwetters am Vortag zu Einschränkungen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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