Totes Baby vom Feld: Keine Anzeichen äußerlicher Gewalt

Auf einem Feld finden Anwohner ein totes Baby in einem Karton. Die Mutter des Kindes ist schnell gefunden. Sie wird auf dem Heavy-Metal-Open-Air in Wacken festgenommen. Schon wenig später haben die Rechtsmediziner erste Erkenntnisse.
| dpa
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Rechtsmediziner fanden keine offensichtlichen Hinweise auf einen gewaltsamen Tod des Babys. Symbolbild: Federico Gambarini
Federico Gambarini/dpa Rechtsmediziner fanden keine offensichtlichen Hinweise auf einen gewaltsamen Tod des Babys. Symbolbild: Federico Gambarini

Rendsburg - Bei der Obduktion des toten Babys, das auf einem Feld in Schleswig-Holstein gefunden wurde, haben Rechtsmediziner keine offensichtlichen Hinweise auf einen gewaltsamen Tod gefunden.

"Äußerliche Anzeichen von unmittelbarer Gewalt hat die Sektion nicht zu Tage gefördert", sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Henning Hadeler der Deutschen Presse-Agentur. Das abschließende medizinische Gutachten soll in der kommenden Woche vorliegen.

Anwohner hatten den leblosen Säugling am Donnerstagabend in einem Feld bei Rieseby (Kreis Rendsburg-Eckernförde) gefunden und die Polizei informiert. Das Baby sei in Stoffe gewickelt und in einem Karton abgelegt gewesen, sagte der Staatsanwalt.

Die Mutter des Kindes ist der Polizei bekannt. Die 26-Jährige war in der Nacht zu Freitag auf dem Heavy-Metal-Open-Air in Wacken in Gewahrsam genommen worden. Nach ihrer Befragung sei sie wieder auf freien Fuß gekommen - und nun wieder in der Obhut ihrer Familie.

Bei der polizeilichen Befragung hatte sie gesagt, es habe sich um eine Totgeburt gehandelt. "Wir müssen nun schauen, ob das mit dem rechtsmedizinischen Gutachten in Einklang zu bringen ist", sagte Hadeler. Ein Tötungsdelikt sei nicht ausgeschlossen. Der Säugling soll schon länger auf dem Feld gelegen haben - bisherigen Erkenntnissen zufolge wohl mehrere Monate.

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