Tote bei Brand in russischer Klinik für Corona-Patienten

Auf einer Intensivstation in Russland bricht ein Feuer aus. Patienten sterben. Sie hatten gehofft, dort vom Coronavirus geheilt zu werden.
| dpa
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Ein russischer Notfallhelfer arbeitet an der Brandstelle des St.-George-Krankenhauses.
Dmitry Lovetsky/AP/dpa/dpa Ein russischer Notfallhelfer arbeitet an der Brandstelle des St.-George-Krankenhauses.

St. Petersburg - Bei einem Brand in einem Krankenhaus für Corona-Patienten in St. Petersburg sind an diesem Dienstag fünf Menschen gestorben. Dabei handele es sich Patienten, die auf der Intensivstation an Beatmungsgeräten angeschlossen gewesen seien, teilten die Behörden der Agentur Interfax zufolge mit.

150 Patienten und Mitarbeiter wurden demnach in andere Stockwerke der Klinik in Sicherheit gebracht. Das Feuer brach in der sechsten Etage aus.

Die Ermittler gehen davon aus, dass eines der Beatmungsgeräte aus noch ungeklärter Ursache in den Morgenstunden Feuer gefangen hatte. Bei den Opfern handelt es sich der Staatsagentur Tass zufolge um vier Männer und eine Frau im Alter von 59 bis 67 Jahren. Die Polizei wollte klären, ob alle fünf Patienten an den giftigen Gasen gestorben sind. Sie seien ernsthaft erkrankt gewesen, hieß es.

In einem Video war zu sehen, wie Rauch aus einem Fenster stieg. Die Feuerwehr löschte den Brand. Das Krankenhaus war den Berichten zufolge erst Mitte März für die Behandlung von Menschen mit dem Coronavirus neu ausgestattet worden. In Russland wurden in den vergangenen Wochen viele Kliniken für Corona-Patienten umgerüstet.

Erst in der Nacht zum Montag starben elf Menschen beim Brand in einem Hospiz in der Stadt Krasnogorsk westlich von Moskau. Neun Senioren kamen bei dem Feuer ums Leben, zwei weitere erlagen in einem Krankenhaus ihren Verletzungen, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Viele Bewohner wurden gerettet.

Gegen den Leiter des Hospizes sei Anklage wegen Verletzung von Sicherheitsvorschriften erhoben worden, hieß es. Als Ursache wird ein Kurzschluss vermutet. Das Hospiz soll nach Information von Interfax nicht mit einem Feueralarm ausgestattet gewesen sein. Außerdem habe es keine Fluchtwege für behinderte Menschen gegeben. In Russland kommt es wegen Verstößen gegen Sicherheitsvorschriften immer wieder zu schweren Bränden mit hohen Opferzahlen.

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