Thailänder erhängt seine Tochter - Film auf Facebook

In Thailand hat ein Mann seine Tochter erhängt und zwei Videos der Tat auf Facebook hochgeladen. Nach der Tat beging der Mann Suizid. Die Videos waren rund 24 Stunden abrufbar.
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Facebook muss sich wieder Kritik anhören. Anstössige Inhalte werden offenbar nicht konsequent genug gelöscht.
Tobias Hase/dpa Facebook muss sich wieder Kritik anhören. Anstössige Inhalte werden offenbar nicht konsequent genug gelöscht.

München - Erneutes Todesvideo auf Facebook: Wie die thailändische Polizei mitteilte, waren am Montag in dem sozialen Netzwerk für rund 24 Stunden zwei Videos online, die einen Mann zeigen, der sein wenige Monate alte Tochter erhängt.

Nachdem die Kamera abgeschaltet wurde, habe der Mann Suizid begangen. Die Leiche des 20-Jährigen Wuttisan Wongtalay und seines elf Monate alten Babys seien in einem abgelegenen Hotel auf Phuket gefunden worden. Facebook-User hätten die Polizei informiert.

370.000 Menschen sehen Mord auf Facebook

Das erste Video des Mordes wurde Behördenangaben zufolge am Montag um 16:50 Uhr gepostet, es verzeichnete insgesamt 120.000 Zugriffe. Das zweite Video, das sieben Minuten später online gestellt wurde, brachte es auf 258.000 Klicks. Gegen 17 Uhr Ortszeit wurden beide Beiträge wieder gelöscht.

Die Polizei gab als mögliches Motiv an, dass sich der 20-Jährige mit seiner Ehefrau gestritten habe, er habe sich vernachlässigt gefühlt. Kritik äußerte die Polizei auch an Facebook, dass beide Videos so lange online standen. Die Behörden wollen prüfen, ob solche Inhalte in Zukunft möglichst schnell aus dem Internet genommen werden können.

Erst vor zwei Wochen sorgte ein Video aus den USA für Aufsehen. Darin war zu sehen, wie ein Mann wahllos einen Passanten erschießt.

Lesen Sie hier: Facebook-Vergewaltigung in Schweden: Haftstrafen für drei Männer

 

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