Tank-Explosionsgefahr in Kalifornien: Notstand ausgerufen

Seit Tagen halten Behörden und Einwohner in Kalifornien den Atem an: Ein Lagertank mit einer leicht brennbaren Chemikalie droht bei Los Angeles zu explodieren. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht.
dpa |
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Das Kühlen von außen hat die Temperatur eines mit Chemikalien gefüllten Tanks nicht sinken lassen - noch suchen die Behörden händeringend nach einer Lösung, um eine Explosion oder ein Riesenleck zu verhindern.
Das Kühlen von außen hat die Temperatur eines mit Chemikalien gefüllten Tanks nicht sinken lassen - noch suchen die Behörden händeringend nach einer Lösung, um eine Explosion oder ein Riesenleck zu verhindern. © Ethan Swope/AP/dpa
Los Angeles

Angesichts der gefährlichen Lage rund um einen explosionsgefährdeten Chemikalientank im Großraum Los Angeles hat Gouverneur Gavin Newsom den Notstand für den betroffenen Bezirk Orange County ausgerufen. Die Einsätze der kalifornischen Behörden, das Explosionsrisiko zu mindern oder zu beseitigen, liefen weiter, schrieb Newsom am Samstag (Ortszeit) auf der Plattform X weiter. 

Mit dem Ausrufen des Notstandes kann der Bundesstaat nun auf mehr Hilfe und Geld der US-Regierung in Washington hoffen. Zehntausende Anwohner wurden aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen.

Der etwa 34.000 Gallonen (etwa 129.000 Liter) fassende Tank befindet sich auf dem Firmengelände eines Luft- und Raumfahrtunternehmens im Großraum Garden Grove südöstlich von Los Angeles. 

Die Flüssigkeit Methylmethacrylat - eine hochgiftige und leicht entzündliche Chemikalie - wird bei der Herstellung von Kunststoffen verwendet. Bisher konnte das Risiko einer Explosion des Tanks oder eines Riesenlecks US-Medien zufolge nicht geschmälert werden. 

Zehntausende warten auf Rückkehr in ihre Häuser

Rund 40.000 Menschen waren dem Aufruf der Behörden zur Evakuierung gefolgt und übernachten nun in Hotels, ihren Autos oder in einer der bereitgestellten Notunterkünfte - teils mit Haustieren. Wann sie zurückkehren könnten, sei völlig offen, hieß es. 

Feuerwehrchef: Tank einfach explodieren zu lassen, ist inakzeptabel

Zwischenzeitlich gemeldete Erfolge, der Tankinhalt habe von außen heruntergekühlt und damit die Gefahr einer Explosion geschmälert werden können, erwiesen sich als Irrtum: Eine über dem Tank fliegende Drohne habe nur die Außentemperatur messen können, sagte Craig Covey von der Feuerwehr Orange County. 

Anschließend hätten sich Einsatzkräfte dem Tankinnern ausreichend nähern können und festgestellt, dass die Temperatur sogar deutlich gestiegen sei, fügte Covey in einem Update auf Instagram hinzu. "Unser Ziel ist es, einen Weg zu finden, um das Explodieren oder Auslaufen des Tanks zu verhindern", sagte er. "Ihn einfach explodieren zu lassen, ist nicht akzeptabel."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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