Studie zur Mediennutzung im Urlaub: Die meisten Deutschen wollen nicht verzichten

Sonne, Strand und Smartphone: Für die große Mehrheit der Deutschen geht es auch in den Ferien nicht ohne mobile Technik. Die AZ zeigt, wie viel Zeit dafür drauf geht und was die meisten im Urlaub mit dem Smartphone machen.
| R. Vielreicher
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Die meisten Deutschen wollen auch im Urlaub nicht auf ihr Smartphone verzichten.
Daniel Naupold/dpa Die meisten Deutschen wollen auch im Urlaub nicht auf ihr Smartphone verzichten.

Sonne, Strand und Smartphone: Für die große Mehrheit der Deutschen geht es auch in den Ferien nicht ohne mobile Technik. Die AZ zeigt, wie viel Zeit dafür drauf geht und was die meisten im Urlaub mit dem Smartphone machen.

Der Urlaub am Meer ist zum Greifen nah, der Koffer wird gepackt. Der neue Bikini, Sonnenschutz und Handtücher wandern ins Gepäck – und auch das Smartphone. Für die meisten Deutschen geht es nämlich auch in den Ferien nicht ohne mobile Technik.

Das zeigt eine Studie des Mietwagenbrokers "Auto Europe" in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut GfK. 93 Prozent der Befragten nutzen auch im Urlaub ein Smartphone, Mobiltelefon, Tablet oder Laptop. Nur sieben Prozent gehen offline.

Wer jetzt denkt, nur die junge Generation kann nicht auf die moderne Technik verzichten, der irrt: Auch 88 Prozent der Befragten ab 60 Jahren haben angegeben, dass sie ein mobiles Endgerät im Urlaub nutzen.

Die meisten halten Kontakt im Urlaub

Wofür braucht’s das denn so dringend auf Reisen? Auch das hat die Befragung ermittelt. Die wichtigsten Tätigkeiten sind ...

  • Kontakt mit Freunden und Familie (76 Prozent) 
  • Fotos machen (68 Prozent)
  • Nachrichten verfolgen (56 Prozent)
  • Reiseplanung (44 Prozent)
  • Soziale Netzwerke nutzen (36 Prozent) 

Und wie schaut’s mit der Arbeit aus? Wie viele lesen zum Beispiel ihre E-Mails am Strand? Neun Prozent haben zugegeben, dass sie Laptop, Tablet oder Smartphone auch im Urlaub für die Arbeit nutzen. Männer machen das häufiger (elf Prozent), Frauen etwas seltener (sechs Prozent). Schnell sind mit dem Handy oder Tablet mal ein paar Stunden vergeudet – besonders schade ist das im Urlaub.

Urlaub trotz Smartphone entspannend

Aber immerhin: Die meisten halten die Nutzung im Rahmen. 28 Prozent nutzen ein solches Gerät zwischen ein und zwei Stunden pro Urlaubstag. Weitere 22 Prozent sagen über sich selbst, dass sie nicht länger als 30 bis 60 Minuten mit dem Gerät verbringen.

Einige übertreiben es dann aber doch: Zwei Prozent behaupten, dass sie im Urlaub über zehn Stunden am Mobiltelefon oder ähnlichem hängen.

Obwohl Experten vor übermäßigem Handykonsum warnen, weil das Gehirn dadurch überreizt wird, die Konzentration schlechter wird, man nicht mehr abschalten kann und es sogar zu Schlafstörungen kommen kann, findet die Mehrheit (73,5 Prozent), dass ihr Urlaub seit Beginn der Smartphone-Ära nicht weniger entspannend ist.

Nur 26,5 Prozent sehen das anders. Sie finden, der Erholungsfaktor hat seither nachgelassen.

Partner oder Smartphone: Worauf können Sie eher verzichten?

Die wohl heikelste Frage der Umfrage, zumindest wenn der Partner bei der Antwort anwesend wäre: Auf wen könnten Sie im Urlaub eher verzichten – auf Ihr Smartphone oder auf Ihren Partner?

Auch wenn für eine große Mehrheit das Handy auf Reisen einfach mit dazu gehört, gewinnt die Romantik am Ende doch: 92 Prozent würden eher ihr Handy daheim lassen als den Partner. Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Acht Prozent haben lieber das Mobiltelefon dabei.

Noch eine überraschende Erkenntnis zum Thema Smartphone und Partner: Nur 19 Prozent sagen, sie stört es, wenn der Partner sein Handy im Urlaub nutzt. Fünf Prozent davon nervt das sogar richtig. 65 Prozent fühlen sich dagegen überhaupt nicht oder nur wenig davon gestört.

Nase voll vom Schreiben?

Sie haben doch einmal die Nase voll vom Piepsen des Smartphones? Autorin Daniela Otto gibt Tipps:

  • Deaktivieren: Der harte Weg: das Gerät einfach ganz abschalten. Ansonsten ist es auch möglich, einzelne Benachrichtigungen zu deaktivieren oder Apps zu deinstallieren.
  • Ignorieren: Eine neue Nachricht? Sofort antworten! Das erzeugt ein Stressgefühl. "Man hat die Kommunikationshoheit über sein Leben und darf auch mal später oder gar nicht antworten", sagt Otto.
  • Weniger texten: Nachrichten zu schreiben dauert – und oft wird darüber nur Triviales ausgetauscht. Otto rät, weniger zu schreiben und wenn dann zu telefonieren
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