Studie: Einsamkeit unter jungen Erwachsenen bleibt hoch

Besonders in der Corona-Pandemie war Einsamkeit für viele Menschen ein Thema. Auch Jahre danach ist das gesellschaftliche Problem weiter präsent. Eine Altersgruppe ist besonders betroffen.
dpa |
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Für die BiB-Wissenschaftlerinnen ist Einsamkeit weiterhin eine gesellschaftspolitische Herausforderung. (Symbolbild)
Für die BiB-Wissenschaftlerinnen ist Einsamkeit weiterhin eine gesellschaftspolitische Herausforderung. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa
Wiesbaden

Auch mehrere Jahre nach der Corona-Pandemie fühlen sich junge Erwachsene in Deutschland laut einer wissenschaftlichen Erhebung besonders häufig einsam. Demnach gab gut ein Fünftel der 21- bis 30-Jährigen an, sich stark einsam zu fühlen, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) anlässlich der Aktionswoche gegen Einsamkeit mitteilte. In der Altersgruppe der 31- bis 54-Jährigen lag der Anteil bei 14 Prozent.

Die Daten stammen laut dem Bundesinstitut aus der familiendemografischen Studie "Freda" aus dem Winter 2024/2025. "Das Einsamkeitsempfinden hat sich seit der Corona-Pandemie kaum zurückgebildet", erläuterte Sabine Diabaté, wissenschaftliche Mitarbeiterin am BiB. "Damit bestätigt sich, dass Einsamkeit unter jungen Erwachsenen kein kurzfristiges Phänomen während und nach der Pandemiezeit ist, sondern besonders für die Generation Z zu einer anhaltenden psychosozialen Belastung zu werden scheint."

Generation Z, das sind die heute etwa 15- bis gut 30-Jährigen, also diejenigen, die zwischen 1995 und 2010 geboren sind.

Bundesinstitut: Einsamkeit bleibt gesellschaftliche Herausforderung

Für die höhere Betroffenheit jüngerer Erwachsener spielen nach Experten-Einschätzung unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Die Phase des jungen Erwachsenenalters gelte grundsätzlich als eine besonders vulnerable Lebensphase. "Viele junge Menschen befinden sich in einer Phase der Orientierung und des Übergangs, was die Anfälligkeit für Einsamkeit erhöhen kann", erläuterte BiB-Forscherin Pauline Kleinschlömer.

"Insgesamt machen die anhaltend hohen Einsamkeitswerte deutlich, dass Einsamkeit weiterhin eine gesellschaftspolitische Herausforderung bleibt, die gezielte Aufmerksamkeit und nachhaltige Maßnahmen erfordert", bilanzierten die Wissenschaftlerinnen. Das BiB tritt den Angaben zufolge der "Allianz gegen Einsamkeit" bei, einer Initiative des Bundesbildungsministeriums. Ziel sei es, Einsamkeit stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und wissenschaftlich fundierte Grundlagen für politische Maßnahmen zu schaffen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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