Stromausfälle und andere Katastrophen: Was sollte man im Haus haben?

Ob Extremwetter oder Schäden an der Infrastruktur - Katastrophen kommen meist überraschend. Wären Sie für drei Tage ohne Supermarkt und fließendes Wasser vorbereitet? Das sollte man für den Notfall zu Hause haben.
(ncz/spot) |
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Ein guter Vorrat kann im Notfall überlebenswichtig sein.
Ein guter Vorrat kann im Notfall überlebenswichtig sein. © iStock via Getty Images/photka

Der großflächige Stromausfall in Berlin zu Beginn des Jahres hat es deutlich gezeigt: Die moderne Infrastruktur ist verwundbar. Ob durch extreme Wetterereignisse infolge des Klimawandels, technische Defekte oder gar gezielte Angriffe - eine Notlage kann jeden treffen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät daher dringend dazu, eine persönliche Notfallvorsorge zu treffen. Einen Überblick, was in keinem Haushalt fehlen sollte, gibt es hier.

Vorrat für drei Tage

Früher wurde oft zu Vorräten für zwei Wochen geraten, heute empfiehlt das BBK als absolutes Minimum einen Vorrat für mindestens drei Tage. Wer den Platz hat, sollte jedoch eher auf zehn Tage aufstocken. Ziel ist es, die Zeit zu überbrücken, bis staatliche Hilfe anläuft oder die Versorgung wiederhergestellt ist.

Checkliste: Das sollte jeder im Haus haben

Getränke: Ein Mensch kann Wochen ohne Nahrung, aber nur wenige Tage ohne Wasser überleben. Für den Notfall sollte man mindestens 1,5 Liter pro Person und Tag einrechnen - dazu gehören Mineralwasser, Fruchtsäfte, H-Milch oder Pflanzendrinks. Zudem lohnt es sich, etwas Extrawasser fürs Kochen einzurechnen.

Lebensmittel: Am besten auf Produkte setzen, die nicht gekühlt werden müssen und im Idealfall auch kalt schmecken, falls der Herd ausfällt. Gut eignen sich Konserven wie Gemüse, Obst, Fisch oder Fertiggerichte in Dosen und Gläsern, Trockenprodukte wie Reis, Pasta, Linsen, Bohnen, Müsli, Knäckebrot und Kekse sowie energiereiche Produkte wie Erdnussbutter, Nüsse und Honig.

Hygiene und Spezialbedarf: Hygiene verhindert Krankheiten in Krisenzeiten. Zu den Basics gehören Seife, Zahnpasta, Toilettenpapier und Müllbeutel. Mit Feuchttüchern und Desinfektionsmittel lässt sich Wasser sparen. Auch wichtig: Babynahrung (Pre-Milch/Brei) und ausreichend Tierfutter für Haustiere.

Hausapotheke für Notfälle: Eine gut ausgestattete Hausapotheke kann im Notfall Leben retten. Wichtig sind Dauermedikamente (z.B. Insulin, Blutdrucksenker, Pille etc.), zur Basisausstattung gegen Schmerzen und Infekt gehören Ibuprofen oder Paracetamol, Elektrolytpulver, Mittel gegen Durchfall und Übelkeit, zudem Nasenspray, Hustenlöser und Halstabletten für Erkältungen. Auch vorrätig haben sollte man einen Erste-Hilfe-Kasten mit Verbandsmaterial, Pflaster, Kompressen, Desinfektionsspray, medizinischem Werkzeug und einer Rettungsdecke. Ein Zettel mit Blutgruppen, Allergien und Kontaktpersonen vorbereiten für den Fall, dass Rettungskräfte kommen.

Licht und Information: Wenn das Handynetz zusammenbricht oder das Licht ausgeht, benötigt man autarke Quellen. Kerzen, Streichhölzer und Taschenlampen mit Ersatzbatterien sorgen für Licht, ein Kurbelradio oder ein batteriebetriebenes Radio ist essenziell, um offizielle Durchsagen der Behörden zu empfangen.

Profi-Tipps für die Lagerung

Das First-in-first-out-Prinzip: Neue Einkäufe sollten hinten im Regal gelagert werden. Werden vordere Produkte im Alltag verbraucht, sollte man diese sofort ersetzen. So bleibt der Vorrat frisch und man muss nichts wegwerfen. Hinweis: Viele Lebensmittel sind oft weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar. Im Zweifel auf die Sinne verlassen: Sehen, Riechen, Probieren.

Ein kühler, trockener und dunkler Ort ist ideal für die Lagerung. Die Bestände sollten alle paar Wochen auf Schädlinge kontrolliert werden.

Online-Tools wie der Vorratskalkulator des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft helfen, die Mengen exakt auf die Haushaltsgröße abzustimmen.

Kaufen oder Selbermachen?

Spezialisierte Anbieter verkaufen oft fertig gepackte "Überlebenspakete" für 300 Euro und mehr. Die Stiftung Warentest rät: Selbst einkaufen ist deutlich billiger. Während Profi-Pakete oft auf extrem lange Haltbarkeit (teils 25 Jahre) setzen, ist es sinnvoller, Lebensmittel zu kaufen, die man ohnehin gerne isst. Bei jedem Wocheneinkauf einfach eine Packung mehr von Nudeln, Reis oder Konserven kaufen. So lässt sich ohne teure Einmalkosten und ohne "Hamsterkäufe" schleichend eine solide Basis aufbauen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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