Streeck: Weniger Alkohol ist mehr - Aktionswoche startet

Der Bundesdrogenbeauftragte warnt vor körperlichen, psychischen und sozialen Schäden, die Alkohol anrichten kann. Spaß funktioniert auch ohne Alkohol, möchte eine Kampagnen-Woche klarstellen.
dpa |
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Eine Aktionswoche wirbt für weniger oder gar keinen Alkoholkonsum. (Archivbild)
Eine Aktionswoche wirbt für weniger oder gar keinen Alkoholkonsum. (Archivbild) © Sebastian Gollnow/dpa
Hamm

Über die Risiken von Alkohol wird nach Einschätzung des Bundesdrogenbeauftragten Hendrik Streeck "oft zu spät, zu vorsichtig" gesprochen oder erst, wenn der Konsum längst problematische Ausmaße angenommen hat. Alkohol könne Krebs begünstigen, Erkrankungen von Herz und Kreislauf fördern, süchtig machen und Familien schwer belasten, zitierte die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) den Bundesbeauftragten.

Ab diesem Samstag macht die Aktionswoche Alkohol der DHS (13.-21. Juni) wieder auf die Gefahren aufmerksam und wirbt für einen bewussten Umgang. "Weniger Alkohol ist für viele Menschen kein Verzicht, sondern ein Gewinn an Gesundheit, Freiheit und Lebensqualität", sagte Streeck laut Mitteilung. Die bundesweite Präventionskampagne mit über 900 Aktionen und Veranstaltungen steht diesmal unter dem Motto: "Entdecke, wie viel mehr in dir steckt – mit weniger oder ganz ohne Alkohol."

Geselligkeit und Spaß funktionierten auch ohne Alkohol, betonte die DHS. Das überzeuge inzwischen immer mehr Menschen. Es gelte, Alkoholkonsum zu hinterfragen, zu senken oder ganz darauf zu verzichten. "Jeder Schritt zählt, individuell und gesellschaftlich", erläuterte DHS-Geschäftsführerin Christina Rummel. Ziel sei: Die Gesundheit der Bevölkerung stärken, Lebensqualität erhöhen, wirtschaftliche Kosten senken. 

Die Aktionswoche wird von vielen weiteren Organisationen und Verbänden der Sucht-Selbsthilfe getragen und findet seit 2007 in der Regel alle zwei Jahre statt. Mediziner Streeck ist als Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Schirmherr der Kampagne.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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