Steinwurf auf Streifenwagen – DNA-Test für Hochhausbewohner

Großeinsatz der Polizei in Kiel: Beamte nehmen DNA-Proben der Bewohner eines 25-stöckigen Hochhauses. Aus einem der oberen Stockwerke wurde im Juni ein Pflasterstein auf einen Polizeiwagen geworfen.
von  dpa
Seit dem Morgen führt die Polizei einen Großeinsatz in einem Hochhaus im Kieler Stadtteil Mettenhof durch, aus dem ein Pflasterstein auf einen Streifenwagen geworfen worden ist.
Seit dem Morgen führt die Polizei einen Großeinsatz in einem Hochhaus im Kieler Stadtteil Mettenhof durch, aus dem ein Pflasterstein auf einen Streifenwagen geworfen worden ist. © Bodo Marks/dpa

In einem Hochhaus in Kiel führt die Polizei seit dem Morgen DNA-Tests der Bewohner durch, um einen Steinewerfer zu ermitteln. Der bisher unbekannte Täter warf Anfang Juni aus einem der oberen Stockwerke des Hauses einen Pflasterstein auf einen Streifenwagen und verletzt damit eine Polizistin auf dem Beifahrersitz. Die Staatsanwaltschaft wertet den Vorfall als versuchtes Tötungsdelikt, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Der Großeinsatz läuft im Kieler Stadtteil Mettenhof, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Untersucht würden alle Bewohnerinnen und Bewohnern des 25-geschossigen Mehrfamilienhauses, die zum Tatzeitpunkt mindestens 14 Jahre alt gewesen seien. 

Bei dem Vorfall in der Nacht zum 2. Juni warf ein bislang Unbekannter einen Pflasterstein auf einen Streifenwagen. "Dieser Stein wurde aus einem der oberen Stockwerke geworfen, hat die Frontscheibe des Streifenwagens durchbrochen und ist in den Streifenwagen hineingefallen", sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur vor Ort.

DNA-Spuren am Pflasterstein sollen Täter überführen

Dabei sei eine Polizistin auf dem Beifahrersitz an der Hand und am Sprunggelenk verletzt worden. Die Polizistin, die zwischenzeitlich dienstunfähig gewesen sei, könne mittlerweile wieder arbeiten, sagte die Sprecherin. Ein 59 Jahre alter Kollege der Frau sei nicht verletzt worden. 

Auf dem Stein wurden DNA-Spuren sichergestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe deswegen das Amtsgericht Kiel die DNA-Untersuchungen angeordnet. Der Einsatz werde voraussichtlich bis zum Vormittag andauern, sagte eine Sprecherin der Polizei. Die Zahl der eingesetzten Beamten liege im unteren dreistelligen Bereich.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.