Ständig Blähbauch bei Hitze? Das kann helfen

Hohe Temperaturen bringen nicht nur den Kreislauf durcheinander. Auch die Verdauung kann im Sommer leiden. Eis, Sprudel, Rohkost und hastiges Trinken fördern einen aufgeblähten Bauch. Mit ein paar einfachen Tricks lassen sich die Beschwerden jedoch lindern.
von  (ncz/spot)
Völlegefühl und Blähungen treten bei Hitze häufiger auf.
Völlegefühl und Blähungen treten bei Hitze häufiger auf. © Marina Demeshko/iStock via Getty Images

Wenn es draußen heiß ist, fühlt sich bei vielen Menschen nicht nur der Kreislauf anders an - auch die Verdauung kann aus dem Takt geraten. Ein aufgeblähter Bauch, Völlegefühl oder mehr Darmgeräusche können im Sommer häufiger auftreten. Dahinter stecken oft veränderte Essgewohnheiten, viel Flüssigkeit oder schlicht die hohen Temperaturen.

Warum Hitze den Bauch aufblähen kann

Bei hohen Temperaturen weiten sich die Blutgefäße, damit der Körper Wärme besser abgeben kann. Gleichzeitig können sich Flüssigkeitseinlagerungen verstärken. Das kann dazu führen, dass sich der Bauch gespannt oder aufgebläht anfühlt.

Hinzu kommt, dass sich im Sommer häufig die Ernährung verändert: Eis, kalte Getränke, Grillgerichte, größere Mengen Obst oder kohlensäurehaltige Getränke können bei empfindlichen Menschen Blähungen begünstigen.

Kohlensäure und Strohhalme besser reduzieren

Wer ohnehin zu Blähungen neigt, sollte bei hohen Temperaturen nicht ausschließlich auf Mineralwasser mit viel Kohlensäure setzen. Beim Trinken von Sprudel gelangt zusätzlich Gas in den Verdauungstrakt und kann das Völlegefühl verstärken.

Auch durch Strohhalme oder hastiges Trinken kann mehr Luft geschluckt werden. Besser ist es, regelmäßig und langsam zu trinken.

Nicht nur Salat und Rohkost essen

Ein großer Sommersalat wirkt leicht, kann bei empfindlicher Verdauung aber durchaus einen Blähbauch verursachen. Rohes Gemüse wird teilweise schwerer verdaut als gegartes. Besonders Kohl, Zwiebeln, Hülsenfrüchte oder große Mengen Paprika können bei manchen Menschen Beschwerden auslösen.

Wer merkt, dass der Bauch nach Rohkost regelmäßig rebelliert, kann einen Teil des Gemüses stattdessen kurz dünsten oder leicht anbraten.

Leichte Mahlzeiten statt großer Portionen

Bei Hitze fühlen sich große, schwere Mahlzeiten oft besonders unangenehm an. Mehrere kleinere Portionen über den Tag können angenehmer sein als ein sehr großes Essen.

Auch sehr fettige Speisen können die Verdauung verlangsamen. Leichte Kombinationen aus Gemüse, Kartoffeln, Reis oder Getreide und einer Eiweißquelle sind für viele Menschen besser verträglich.

Bewegung hilft der Verdauung

Auch wenn bei 30 Grad niemand freiwillig einen Marathon laufen möchte: Ein kurzer Spaziergang nach dem Essen kann die Darmtätigkeit anregen. Am besten wird die Bewegung in die kühleren Morgen- oder Abendstunden gelegt.

Wer lange sitzt, kann außerdem zwischendurch aufstehen und sich ein paar Minuten bewegen. Das kann nicht nur der Verdauung, sondern auch dem allgemeinen Wohlbefinden bei Hitze guttun.

Nicht jeder Blähbauch kommt von der Hitze

Tritt der aufgeblähte Bauch regelmäßig auf, ist sehr stark ausgeprägt oder kommen Schmerzen, Durchfall, Verstopfung, Gewichtsverlust oder andere Beschwerden hinzu, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Auch Unverträglichkeiten oder andere Erkrankungen können hinter wiederkehrenden Verdauungsproblemen stecken.

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