Stadt-Mitarbeiter soll Razzien verraten haben: Kündigung

Die Polizei Essen ermittelt seit mehr als zwei Monaten wegen des Verdachts der Verletzung von Dienstgeheimnissen und Bestechlichkeit gegen einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes.
| dpa
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Polizisten stehen während einer Razzia vor einem Wettbüro.
Caroline Seidel/dpa/dpa Polizisten stehen während einer Razzia vor einem Wettbüro.

Mülheim/Duisburg - Die Stadt Mülheim im Ruhrgebiet hat einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes fristlos gekündigt, der Razzien gegen Clankriminalität verraten haben soll.

Es habe rechtliche Gründe gegeben, auf Grund derer dem Mitarbeiter fristlos gekündigt worden sei, sagte ein Stadtsprecher am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der "WAZ". Nähere Angaben machte der Sprecher zunächst nicht.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg und die Polizei Essen ermitteln seit über zwei Monaten wegen des Verdachts der Verletzung von Dienstgeheimnissen und Bestechlichkeit gegen den 49-Jährigen. Er soll gemeinsame Kontrollen von Ordnungsamt und Polizei etwa in einer Shisha-Bar verraten und dafür möglicherweise Vorteile erhalten haben. Mitte Juni gab es Durchsuchungen bei dem Beschuldigten und in den Räumen des Ordnungsamtes.

Bei einer Vernehmung habe der Mann die Weitergabe von Informationen eingeräumt, hatte die Staatsanwaltschaft damals mitgeteilt. Die Ermittlungen dauerten weiter an, sagte eine Behördensprecherin am Dienstag.

© dpa-infocom, dpa:200825-99-300864/3

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