Stadt Bielefeld stellt fest: Bielefeld existiert

Bielefeld existiert wirklich. Im kuriosen Wettbewerb um ein Preisgeld von einer Million Euro für den Beweis, dass es die Stadt in Ostwestfalen gar nicht gibt, sei keiner der Teilnehmer erfolgreich gewesen, teilte die Stadt am Dienstag mit.
| dpa
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Ortsschild in Bielefeld: Die Stadt ist nach eingehender Prüfung zum dem Schluss gekommen, dass sie allen Gerüchten zum Trotz existiert.
Oliver Krato/dpa 2 Ortsschild in Bielefeld: Die Stadt ist nach eingehender Prüfung zum dem Schluss gekommen, dass sie allen Gerüchten zum Trotz existiert.
Martin Knabenreich (r.), Geschäftsführer Bielefeld Marketing und Achim Held aus Kiel, "Schöpfer" der "Bielefeld-Verschwörung", präsentieren einen Findling als Denkmal für die hartnäckige Verschwörungstheorie.
David Inderlied/dpa 2 Martin Knabenreich (r.), Geschäftsführer Bielefeld Marketing und Achim Held aus Kiel, "Schöpfer" der "Bielefeld-Verschwörung", präsentieren einen Findling als Denkmal für die hartnäckige Verschwörungstheorie.

Bielefeld - Bielefeld existiert wirklich. Im kuriosen Wettbewerb um ein Preisgeld von einer Million Euro für den Beweis, dass es die Stadt in Ostwestfalen gar nicht gibt, sei keiner der Teilnehmer erfolgreich gewesen, teilte die Stadt am Dienstag mit.

"Wir verabschieden uns von der Mär, dass es uns gar nicht gibt", sagte Oberbürgermeister Pit Clausen. Deshalb wurde nun ein 600 Kilo schwerer Gedenkstein in der Altstadt aufgestellt. Der Findling soll an das Ende der "Bielefeld-Verschwörung" erinnern. Denn: "Die gibt's doch gar nicht" - im Gegensatz zur Stadt selbst.

Mit der Marketing-Aktion hatte die Stadt einen Schlussstrich unter die immer wieder aufflackernde Verschwörungstheorie ziehen wollen, dass es die Stadt in Wahrheit nie gegeben habe. Sie geht zurück auf einen vor 25 Jahren im Internet aufgetauchten satirisch gemeinten Text. Der Witz "Bielefeld gibt's doch gar nicht" hatte sich zum Dauerbrenner entwickelt, den Bielefelder immer wieder zu hören bekamen, wenn die Sprache auf ihre Heimatstadt kam.

Mit der selbstironischen Millionenofferte hatte die Marketing-Abteilung im August für Aufsehen gesorgt. Der Hashtag #Bielefeldmillion verbreitete sich rasend, auch internationale Medien griffen die Geschichte auf.

Rund 2000 Menschen beteiligten sich Angaben der Macher an dem Wettbewerb. Mit wissenschaftlichen Abhandlungen, Kinderbildern, Comics oder historischen Karten versuchten sie Bielefelds Nicht-Existenz zu belegen. 350 Einsendungen kamen aus dem Ausland.

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