Spur von Khalil (24) im Trümmerberg gefunden

Rettungskräfte haben Jacke und Geldbeutel des vermissten Studenten geborgen
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Eine Übersicht über das ganze Ausmaß der Katastrophe gibt diese Luftaufnahme.
dpa Eine Übersicht über das ganze Ausmaß der Katastrophe gibt diese Luftaufnahme.

Rettungskräfte haben Jacke und Geldbeutel des vermissten Studenten geborgen

KÖLN Es ist eine Spur, wenn auch nur eine kleine: Bei der Suche nach dem zweiten Vermissten in Köln haben die Rettungskräfte jetzt Jacke und Geldbörse des vermissten Khalil G. (24) gefunden. Nach dem Designstudenten wird weiterhin fieberhaft gesucht.

Die beiden Fundstücke lagen an verschiedenen Stellen am Unglücksort, erklärte die Stadt am Montag. Spürhunde schlugen zunächst nicht mehr an – Khalil liegt aber noch unter den Trümmern.

Die Helfer graben mit Baggern und mit bloßen Händen in dem Trümmerhaufen an der Severinstraße. Am Sonntag hatten sie den ersten Toten geborgen. Dabei handelt es sich um den Bäckerlehrling Kevin K. (17). Die Feuerwehr fand seinen Leichnahm vier Meter unterhalb des Straßenniveaus. Er wurde binnen Sekunden von den Trümmern im Schlaf erschlagen. Beide Männer wohnten in einem angrenzenden Haus, das mit dem Archiv einstürzte.

Während die Suche andauert, rätseln Gutachter über die Unglücksursache. Momentan gehen die Experten von einem Grundwassereinbruch aus. „Es läuft alles darauf hinaus, dass Grundwasser das Problem war“, zitiert der „Kölner Stadt-Anzeiger“ einen an den Ermittlungen Beteiligten. Die Staatsanwaltschaft will jetzt durch Gutachter klären, was genau an der U-Bahn-Baustelle geschah.

Währenddessen hat der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer seinem nordrhein-westfälischen Amtskollegen Jürgen Rüttgers Hilfe bei der Bewahrung der Materialien aus dem eingestürzten Archiv angeboten. In einem Brief erklärte er, die Staatlichen Archive Bayerns seien bereit, bei der Rettung und Restaurierung zu helfen.

Zugleich bekundete er in dem Schreiben sein Beleid: „Der Einsturz des Archivgebäudes in Köln hat auch in Bayern großes Entsetzen hervorgerufen. Den Opfern dieses unfassbaren Ereignisses gilt unser tiefstes Mitgefühl.“

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