Spanischer Schuhputzer verschenkt Twitter-Accounts an Regierungen
Javier Castaño, spanischer Schuhputzer, hat Twitter-Profile mit den Namen von Städten und Ländern in aller Welt angemeldet und sie den jeweiligen Stadtverwaltungen und Regierungen geschenkt.
Madrid - Der 50-jährige Computerfan, der den Gästen eines großen Kaffeehauses in der südspanischen Metropole Málaga die Schuhe putzt, war vor mehreren Jahren auf die Idee gekommen, sein Heimatdorf Meiras bei dem sozialen Netzwerk als Benutzernamen anzumelden.
Nachdem er damit Erfolg hatte, meldete er Twitter-Profile unter den Namen von Großstädten, Regionen und Ländern an, wie spanische Medien am Dienstag berichteten. Demnach habe er unter Anderem @madrid, @andalucía, @roma und @japan angemeldet. "Ich hatte mich selbst gewundert, dass diese Benutzernamen noch alle frei waren", sagte Castaño der Zeitung "El País". "Da habe ich mir gedacht: Ich melde sie an, bevor andere dies tun." Vor der Wirtschaftskrise war Castaño als Grafik-Designer im Marketing tätig.
Er betonte, dass er kein Geld dafür erhalten habe, die Twitter-Accounts an die jeweiligen Kommunen und Länder abzutreten. Einige Stellen hätten sich allerdings erkenntlich gezeigt. Aus Rom habe er ein Buch mit der Unterschrift des Bürgermeisters erhalten. Twitter untersagt den Kauf und Verkauf von Accounts.
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