So teuer ist Romantik: So viel Geld geben die Bayern für Hochzeiten aus

Im Kreisverwaltungsreferat (KVR) München sind diesen Freitag alle Termine ausgebucht: Es ist der 26. Juni 2026 – ein Schnapszahldatum und somit bei Hochzeitspaaren beliebt. Es dürfte nicht nur viel Sekt, sondern auch eine Menge Geld fließen, denn: Heiraten ist teuer – und wird immer teurer. Das zeigt der aktuelle Bericht für das Jahr 2025 des Unternehmens hinter der Hochzeitsplanungs-App Bridebook, das jährlich über 2000 verlobte und frisch verheiratete Paare nach ihren Hochzeitsausgaben fragt.
Das Ergebnis: Im Schnitt geben die Liebespaare 20.263 Euro für ihren großen Tag aus. Abzüglich der Ausgaben für Ringe und Flitterwochen lassen sich die Paare die Feierlichkeiten rund 17.000 Euro kosten.
Hochzeitskosten: Bayern auf Platz fünf
Auch wenn der Freistaat im Bundesländer-Vergleich sonst oft der Spitzenreiter ist, bewegen sich die Bayern beim Thema Heiraten bei den Kosten in der Top-fünf: Sie blättern im Schnitt 17.627 Euro für ihre Hochzeit hin – nur in den Bundesländern Hamburg (17.867 Euro), Berlin (18.633), Baden-Württemberg (19.107 Euro) und Rheinland-Pfalz (19.650 Euro) wird noch mehr Geld fürs Heiraten ausgegeben.
Am günstigsten können Paare sich in Sachsen-Anhalt vermählen – hier zahlen Paare im Schnitt 10.000 Euro. Sonderlich viele machen sich die regionalen Preisunterschiede nicht zunutze: Nur zwölf Prozent heiraten nicht in dem Bundesland, in dem sie wohnen.
Hochzeitskosten: Zwischen 10.000 und 20.000 Euro
Auch zwischen den Generationen gibt es Unterschiede. Generation Z (geboren zwischen 1997 bis 2012) – jene Altersgruppe, die knapp die Hälfte der verlobten Paare ausmacht – gibt im Schnitt knapp 16.000 Euro für die Hochzeit aus, also durchschnittlich 1000 Euro weniger als die Hochzeitspaare insgesamt. Knapp ein Drittel der jungen Liebenden bleibt sogar unter der 10.000-Euro-Marke.

Die mittleren 50 Prozent generationenübergreifend lassen sich Hochzeiten zwischen 10.000 und 22.000 Euro kosten, die höchsten zehn Prozent geben sogar rund 25.000 Euro aus. Die hohen Ausgaben gehen vor allem auf die Hochzeitslocation zurück: Die allein kostet im Schnitt knapp 8600 Euro – das sind etwa 42 Prozent des gesamten Budgets. Dicht gefolgt vom Essen und Trinken, das sich für den Empfang auf knapp 4000 Euro und abends auf über 4000 Euro beläuft.
Gästeanzahl und Datum sind Kostentreiber
Zwei Faktoren, die die Kosten für Hochzeiten stark treiben: der Zeitpunkt und die Anzahl der Gäste. Der Samstag ist mit rund 18.400 Euro der teuerste Tag zum Heiraten. Wesentlich günstiger ist stattdessen Freitag (knapp 15.000 Euro) oder Samstag (14.444 Euro).
Und auch der Monat spielt hier eine große Rolle: Im Januar liegen die Ausgaben für Hochzeitsfeierlichkeiten gerade mal bei 8500 Euro, im Spitzenmonat August sind es hingegen knapp 20.000 Euro – dicht gefolgt von Juni (rund 18.000 Euro) und Juli (rund 17.800 Euro). In den Sommermonaten heiraten 40 Prozent aller Paare.
Und dann wäre da eben noch die Anzahl der Gäste. Wer nur bis zu 30 Personen einlädt, zahlt im Schnitt knapp 12.300 Euro. Bei Hochzeiten mit über 100 Gästen sind es bereits zwischen 20.700 Euro und knapp 27.000 Euro.