Skandal um Meghans Vater: Polizei lässt Vorgehen prüfen
Im Skandal um Missbrauchsvorwürfe gegen den Vater von Herzogin Meghan (45) rückt zunehmend auch das Vorgehen der Polizei in den Blickpunkt. Die Metropolitan Police, die 2019 ein Schreiben mit Vorwürfen gegen Thomas Markle an das Büro der Herzogin weitergeleitet hatte, teilte am Nachmittag mit, die Aufsichtsbehörde um eine Prüfung gebeten zu haben. Insbesondere auch, weil damals andere Strafverfolgungsbehörden nicht informiert worden seien.
Gegen den Vater der Herzogin wird auf den Philippinen ermittelt. Er soll in seinem früheren Haus eine große Menge kinderpornografischen Materials zurückgelassen haben, wie die Boulevardzeitung "Sun" unter Berufung auf dessen Sohn Thomas Markle Jr. berichtet hatte. Meghans Halbbruder soll die Bilder und Videos gefunden und dann den Kontakt zur Polizei auf den Philippinen aufgenommen haben. Auch das FBI in den USA soll unterrichtet worden sein. Markle Sr., der inzwischen wieder in den USA lebt, bestreitet die Vorwürfe.
Die britische Polizei bestätigte, im Januar 2019 ein Schreiben erhalten zu haben mit der Ankündigung, dass es um die Sicherheit der Herzogin von Sussex gehe. Während das Schreiben "tatsächlich keine Informationen enthielt, die sich speziell auf Sicherheitsangelegenheiten bezogen, beinhaltete es eine Reihe von Behauptungen über angebliche Straftaten außerhalb des Vereinigten Königreichs", sagte Commander Adam Slonecki. Das Schreiben sei ausgewertet und anschließend dem Büro des Herzogs und der Herzogin von Sussex zu deren Kenntnisnahme übermittelt worden.
Die Weiterleitung und die Entscheidung, keine andere Behörde zu informieren, werden nun von der Aufsichtsbehörde untersucht. Es sei jetzt die Absicht, "in Bezug auf die in dem Brief enthaltenen Anschuldigungen eine Reihe von Meldungen an zuständige ausländische Strafverfolgungsbehörden zu machen", sagte Slonecki. "Dieser Prozess ist im Gange und wird in den kommenden Tagen abgeschlossen sein."
FBI hat Kenntnis von den Vorwürfen
Das philippinische Justizministerium hatte der Deutschen Presse-Agentur eine Anzeige gegen den 82-jährigen Thomas Markle bestätigt. Zuständig sei eine Taskforce gegen Menschenhandel und sexuellen Kindesmissbrauch im Internet. Die US-Bundespolizei FBI teilte mit, Kenntnis von den Vorwürfen zu haben und die philippinischen Behörden gegebenenfalls zu unterstützen.
Herzogin Meghan, die seit 2018 mit Prinz Harry (42) verheiratet ist, hatte mit ihrem Vater schon vor Jahren gebrochen. Im Zuge der Berichterstattung über die jüngsten Vorwürfe hatte sie sich erneut in einer bemerkenswert deutlichen Stellungnahme distanziert. Meghan habe Markle zudem in einem Brief schon lange vor Bekanntwerden der Vorwürfe zu verstehen gegeben, dass er seine Enkelkinder Archie (7) und Lilibet (5) niemals kennenlernen werde, berichteten die "Sun" und der Sender BBC unter Berufung auf Personen aus Meghans Umfeld.
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