Serienmörder Högel bleibt noch viele Jahre in Haft

Als Krankenpfleger ermordete er 85 Menschen und wurde deshalb zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch wie viele Jahre muss Niels Högel tatsächlich im Gefängnis bleiben?
dpa |
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Der verurteilte Serienmörder Niels Högel sitzt seit dem Jahr 2009 im Gefängnis und wird dort viele weitere Jahre verbringen. (Symbolbild)
Der verurteilte Serienmörder Niels Högel sitzt seit dem Jahr 2009 im Gefängnis und wird dort viele weitere Jahre verbringen. (Symbolbild) © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Oldenburg

Mindestens 28 Jahre muss der Patientenmörder Niels Högel im Gefängnis bleiben. Wie das Landgericht Oldenburg mitteilte, ist der entsprechende Beschluss vom 17. März rechtskräftig. Demnach haben weder der Verurteilte noch die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel gegen die Entscheidung eingelegt. 

Das Landgericht Oldenburg hatte Högel im Jahr 2019 wegen 85-fachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Kammer stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Das schließt eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren in der Regel aus. 

Högel hatte schwer kranken Menschen in den Jahren 2000 bis 2005 an Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst Medikamente gespritzt, um sich bei einer anschließenden Reanimierung als Retter zu präsentieren. Viele Patienten überlebten nicht. Dem Urteil zufolge handelte er aus niedrigen Beweggründen und teilweise aus Heimtücke. Es sei ihm um die "Gier nach Spannung" gegangen, sagte der Richter damals. 

Wann der Serienmörder entlassen wird, ist unklar

Högel sitzt seit 2009 im Gefängnis - wegen anderer Urteile in dem Fall. Er beantragte, die Mindesthaftzeit zu bestimmen. Die Staatsanwaltschaft forderte daraufhin 28 Jahre, diesen Zeitraum legte das Gericht letztlich fest. 

Ob der verurteilte Serienmörder tatsächlich nach 28 Jahren freikommt, ist unklar. Auch eine längere Haftzeit ist möglich. Vor einer möglichen Entlassung wird durch ein psychiatrisches Gutachten geprüft, ob Högel gefährlich ist.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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