Sechseinhalb Jahre Haft nach großem Waffenfund in Remscheid

Unter einer Autowerkstatt in Remscheid entdeckte die Polizei vier Waffenkammern mit rund 300 scharfen Schusswaffen. Nun ist der Hauptangeklagte verurteilt worden.
von  dpa
Sichergestellte Waffen wurden bei einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium gezeigt. (Archivbild)
Sichergestellte Waffen wurden bei einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium gezeigt. (Archivbild) © Federico Gambarini/dpa

Nach einem der größten Kriegswaffenfunde der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland ist der Hauptangeklagte aus Remscheid wegen Waffenhandels zu sechs Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Wuppertal ordnete außerdem die Einziehung von 74.000 Euro an. 

Der 60 Jahre alte Kfz-Meister aus Remscheid musste mit einer Haftstrafe zwischen sechs und sieben Jahren rechnen. Das sah eine Absprache zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung in dem Verfahren vor. Im Gegenzug hatte der Mann ein Geständnis im Prozess abgelegt.

Unter der Autowerkstatt des Angeklagten hatte die Polizei vor einem Jahr vier Waffenkammern ausgehoben. Bei der wochenlangen Räumung stellten Beamte rund 300 scharfe Schusswaffen sicher. Darunter befanden sich 125 Maschinengewehre, 67 Maschinenpistolen, 51 Pistolen, 32 Langwaffen, Präzisionsgewehre und 11 Revolver. Auch 13 Panzerabwehrwaffen, 38 Handgranaten, fast 100.000 Schuss Munition sowie Uniformen aus der NS-Zeit befanden sich in den Räumen.

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