Sechs tote Wildschweine und mehr als 100.000 Euro Schaden

Zwei Verletzte, ein Trümmerfeld und ein langer Stau. Ein Wildunfall hat im Taunus eine folgenschwere Kettenreaktion zur Folge gehabt.
dpa |
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Eine Wildschweinrotte läuft am Abend über die Straße. Ein Autofahrer fährt in die Gruppe. Das hat schwerwiegende Folgen. (Symbolbild)
Eine Wildschweinrotte läuft am Abend über die Straße. Ein Autofahrer fährt in die Gruppe. Das hat schwerwiegende Folgen. (Symbolbild) © Paul Zinken/dpa
Bad Homburg

Zwei verletzte Menschen, sechs tote Tiere, ein Trümmerfeld, ein stundenlanger Stau und mehr als 100.000 Euro Schaden: Der Zusammenstoß eines Autofahrers mit einer Wildschweinrotte im Taunus hat weitreichende Folgen gehabt. Nach Angaben der Polizei war der Pkw-Fahrer am späten Dienstagabend auf der Bundesstraße 456 zwischen Bad Homburg und Saalburg unterwegs, als eine Gruppe von Wildschweinen auf die Fahrbahn lief.

Der Autofahrer stieß mit den Tieren zusammen. Sechs Wildschweine verendeten. Wegen der toten Tiere, der verstreuten Fahrzeugteile und ausgelaufener Betriebsstoffe auf einer Strecke von über 200 Metern wurde die Fahrbahn mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Missglückter Wendeversuch im Rückstau

Im Rückstau wollte ein Pkw auf der Straße wenden und stieß dabei mit zwei weiteren Autos zusammen. Dabei wurden den Angaben zufolge zwei Menschen leicht verletzt. Eine weitere Person wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Insgesamt waren vier Fahrzeuge und fünf Personen beteiligt. Alle vier Unfallfahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Polizei beziffert den Gesamtschaden in einer ersten Schätzung auf rund 105.000 Euro.

Derzeit sind laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) viele Wildtiere in der Dämmerung unterwegs. Der Naturschutzverband in Hessen rief deswegen Autofahrer zu besonderer Vorsicht vor allem im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr auf. Vor allem in Waldgebieten sollten Autofahrer mit Wildtieren auf und neben der Straße rechnen, ihre Geschwindigkeit anpassen und die Straßenränder aufmerksam beobachten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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