Schülerin stirbt nach Messerattacke an Istanbuler Schule

Nach einer Amoktat im April wird verstärkt über Gewalt an türkischen Schulen diskutiert. Nun sticht eine Schülerin auf Kinder einer anderen Schule ein – eines kann nicht mehr gerettet werden.
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Mehrere Schüler sollen teils schwer verletzt worden sein bei einem Zwischenfall an einer Istanbuler Schule. (Archivbild)
Mehrere Schüler sollen teils schwer verletzt worden sein bei einem Zwischenfall an einer Istanbuler Schule. (Archivbild) © Anna Ross/dpa
Istanbul

Nach einer Messerattacke an einer Mittelschule in Istanbul ist eine Schülerin gestorben. Sie sei "trotz aller Versuche", sie zu retten, ihren Verletzungen erlegen, teilte das türkische Innenministerium auf X mit. Sieben weitere Schüler seien weiter in Behandlung.

Früheren Angaben von Gouverneur Davut Gül zufolge hatte eine Schülerin am Morgen an der Mittelschule mit einem Messer "wahllos" auf Schüler eingestochen. Die mutmaßliche Angreiferin wohne in der Nachbarschaft und sei gekleidet in eine Schuluniform auf das Schulgelände gekommen. Sie besuche selbst eine andere Schule.

Mutmaßliche Angreiferin festgenommen

Die Tatverdächtige sei festgenommen und ein Verfahren eingeleitet worden, teilte das Innenministerium nun mit. Zum Alter sowie einem möglichen Motiv der mutmaßlichen Täterin machte es keine Angaben.

Der Angriff habe sich am Morgen an einer Schule im Stadtteil Kayabasi ereignet, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. In sozialen Medien verbreitete Aufnahmen zeigten Krankenwagen auf dem Schulhof und Schüler in Panik. Laut den früheren Angaben von Gül seien fünf Schüler leicht verletzt worden und sollten noch heute aus dem Krankenhaus entlassen werden. Bei zwei weiteren bestehe keine Lebensgefahr, sie seien aber noch in Behandlung.

Nach Amoktat schärfere Sicherheitsmaßnahmen 

Gewalt an Schulen in der Türkei hat nach einer Reihe von Vorfällen in diesem Jahr verstärkt öffentliche Diskussionen ausgelöst. Im April hatte ein 14-Jähriger um sich geschossen und neun seiner Mitschüler und eine Lehrerin getötet. Auch der Schütze kam ums Leben. Die Eltern müssen sich derzeit vor Gericht verantworten. Zu Beginn des neuen Schuljahres hatte die Regierung mit einer Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen reagiert.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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