Schon gewusst? Zehn interessante Fakten über Ostern

Haben Sie sich schon immer gefragt, warum Ostern kein festes Datum hat? Oder wie viele Eier die Deutschen jährlich verzehren? Selbst wenn Sie daran noch keinen Gedanken verschwendet haben – die zehn interessante Fakten über Ostern.
André Wagner |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Wussten Sie, dass der Osterhase nicht überall die Eier bringt? Oder das es Hühner gibt, die bunte Eier legen?
Wussten Sie, dass der Osterhase nicht überall die Eier bringt? Oder das es Hühner gibt, die bunte Eier legen? © IMAGO/Michael Bihlmayer

Die Osterzeit steht vor der Tür. Ein guter Grund, sich mit dieser einmal intensiver auseinanderzusetzen. Wer meint, er wüsste alles über das Auferstehungsfest, der wird hier sicherlich eines Besseren belehrt: Hier gibt es zehn interessante Fakten über Ostern, die Sie bisher vielleicht nicht kannten.

Zehn interessante Fakten über Ostern

Darum ist Ostern nie am selben Tag

Während Heiligabend und Weihnachten immer auf den 24., 25. Und 26. Dezember fällt, gibt es für Ostern keinen festen Termin. Die Berechnung des Ostertermins richtet sich nach dem Mondkalender. Der Ostersonntag fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn (21. März). Damit ist der 22. März das frühestmögliche Datum für den Ostersonntag und der 25. April das späteste.

Der erste Vollmond nach Frühlingsbeginn bestimmt, auf welches Datum der Ostersonntag fällt.
Der erste Vollmond nach Frühlingsbeginn bestimmt, auf welches Datum der Ostersonntag fällt. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber (www.imago-images.de)

Jede Menge Eier

Der Eierkonsum in Deutschland wächst weiter. Im Jahr 2025 aß, laut Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL), jeder Mensch im Schnitt 252 Eier, das waren vier mehr als noch im Jahr 2024. Seit 2022 zeigt die Entwicklung klar nach oben: Damals lag der Verbrauch bei 234 Eiern pro Person.

Gibt es Hühner, die bunte Eier legen?

Das Färben der Ostereier ist vielerorts eine Tradition am Karfreitag. Es gibt aber auch seltene Hühnerrassen, die bereits bunte Eier legen, z.B. Auracana-Hühner aus Südamerika, Marans-Hühner aus Frankreich, das Deutsche Lachshuhn, Wyandotten-Hühner aus England und New Hamshire-Hühner aus den USA.

Araucana-Hühner legen grüne Eier.
Araucana-Hühner legen grüne Eier. © xsylv1rob1x

In der Regel legen Hühner aber weiße oder braune Eier. Welche Farbe das Ei hat, ist nicht etwa abhängig von der Nahrung oder der Farbe der Henne, sondern der Rasse beziehungsweise der Gene. Eine Drüse im Legedarm des Huhns bildet rote oder gelbe Farbpigmente, die das Ei braun färben. Hühner, die weiße Eier legen, bilden diese Farbpigmente nicht.

Wenn man sich die Ohren eines Huhns beziehungsweise die Hautlappen unter dem Ohr anschaut, könnt man herausfinden, welche Eier die Henne legt. Hat ein Huhn weiße Ohrscheiben, legt es fast immer weiße Eier. Sind die Ohrscheiben rot oder rosa, werden die Eier mit größter Wahrscheinlichkeit braun.

Interessante Oster-Rekorde

Den Rekord für das größte dekorierte Osterei hält seit 2019 die brasilianische Stadt Pomerode. Es kam auf die stolze Gesamthöhe von 16,72 Metern.

Ebenfalls ein Rekord aus Brasilien: Im Jahr 2017 wurde in dem südamerikanischen Land der größte Schoko-Osterhase der Welt produziert. Er war 4,52 Meter hoch und brachte unglaubliche 4245,5 Kilo auf die Waage. Neun Schokoladenhersteller haben insgesamt acht Tage lang, jeweils zehn Stunden täglich an dem riesigen Schokohase gearbeitet.

Die größte Ostereiersuche fand 2007 in Florida statt. Am 1. April haben 9753 Kinder, in Begleitung ihrer Eltern, im Cypress Gardens Adventure Park in Winter Haven nach insgesamt 501.000 Ostereiern gesucht und sich damit einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde gesichert.

Das teuerste Osterei der Welt

Als das teuerste Osterei der Welt gilt das  welches Peter Carl Fabergé im Jahr 1913 für die russische Zarenfamilie geschaffen hat. Es besteht aus Bergkristall und Platin und ist mit rund 4500 Diamanten besetzt und enthält eine kleine Blumenlandschaft als Überraschung. Im Dezember 2025 wurde es bei Christie’s in London für rund 26 Millionen Euro versteigert. Es ist damit das wertvollste der kaiserlichen russischen Fabergé-Eier.

Das Fabergé-Ei aus dem Jahr 1913 wurde im Jahr 2025 für rund 26 Millionen Euro versteigert.
Das Fabergé-Ei aus dem Jahr 1913 wurde im Jahr 2025 für rund 26 Millionen Euro versteigert. © IMAGO/Wiktor Szymanowicz

In Hongkong wurde einst ein Ei aus Diamant versteigert. Es hatte 118 Karat und soll für 30,6 Millionen Dollar den Besitzer gewechselt haben.

Nicht überall kommt der Osterhase

Der Osterhase ist nicht der Einzige, der Eier versteckt. Während in der Schweiz der Kuckuck diese Aufgabe übernimmt, begibt sich in Teilen Hessens und Westfalens der Fuchs auf Tour. In Thüringen wiederum fungieren der Storch oder auch der Hahn als Eierlieferanten. In Schweden bringt der Osterhahn die Eier. Die Australier ersetzen den Osterhasen teilweise durch den Kaninchennasenbeutler, da ein Hase dort als Schädling angesehen wird.

Zum ersten Mal wurde der Osterhase schriftlich 1682 vom Medizinprofessor Georg Franck von Frankenau in dessen Abhandlung "De ovis paschalibus – von Oster-Eyern" erwähnt. Heute ist der Osterhase das bekannteste Symbol der Osterzeit.

Schokohase ist beliebter als der Weihnachtsmann

Geht es nach den Schleckermäulern, dann hat der Osterhase klar die Nase vorn. Für das Osterfest 2025 wurden in Deutschland 228 Millionen Schoko-Osterhasen produziert, im Vergleich dazu waren es 2024 nur 164 Millionen Schoko-Weihnachtsmänner.

Schoko-Osterhasen sind in Deutschland beliebter als Schoko-Weihnachtsmänner.
Schoko-Osterhasen sind in Deutschland beliebter als Schoko-Weihnachtsmänner. © IMAGO/Wolfram Weber

Etwa die Hälfte der Schoko-Osterhasen bleiben in Deutschland, die restlichen werden in andere EU-Länder, in die USA, Kanada, Südafrika oder sogar nach Australien exportiert.

Aber egal, ob Osterhase oder Weihnachtsmann, am beliebtesten sind die aus Vollmilchschokolade.

Das Gerücht, dass Schoko-Osterhasen aus nicht verkauften und eingeschmolzenen Weihnachtsmännern (oder umgekehrt) produziert werden, ist übrigens nicht korrekt. Dafür sorgt das deutsche Lebensmittelrecht. Stattdessen werden die Schoko-Weihnachtsmänner oder Schokohasen nach den Feiertagen einfach zum reduzierten Preis verkauft. 

Post für den Osterhasen

Kinder können nicht nur dem Weihnachtsmann, sondern auch dem Osterhasen Briefe schreiben.

Die Adresse lautet:
Hanni Hase
Am Waldrand 12
27404 Ostereistedt

Jede Karte und jeder Brief, der bis spätestens eine Woche vor Karfreitag im Osterhasenpostamt eingeht, bekommt auf jeden Fall noch eine Antwort bis Ostern.

Im Jahr 2025 hat der Osterhase übrigens rund 68.000 Briefe beantwortet.

Warum heißt die Osterinsel eigentlich so?

Die Osterinsel ist eine abgelegene vulkanische Insel in Polynesien, die politisch zu Chile gehört. In der Sprache der Einheimischen lautet der Name der Insel Rapa Nui. Berühmt ist die Insel in erster Linie für seine fast 900 Moai. Die monumentalen Statuen wurden zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert angefertigt und stellen menschliche Figuren mit überdimensionalen Köpfen dar.

Den Namen Osterinsel erhielt das Eiland, weil der niederländische Seefahrer Jakob Roggeveen sie am Ostersonntag, dem 5. April 1722, als erster Europäer entdeckte. Roggevee notierte in seinem Logbuch den Namen "Paaseiland" (Osterinsel), da die Entdeckung genau auf diesen christlichen Feiertag fiel.

Die Osterinsel ist in erster Linie für seine fast 900 Moai berühmt.
Die Osterinsel ist in erster Linie für seine fast 900 Moai berühmt. © imageBROKER/Erich Schmidt

Beliebte Redewendung: "Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts"

Schon jeder wird schon einmal den Spruch: "Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts" verwendet haben. Sie geht auf einen jungen Mann namens Viktor Hase zurück, der im 19. Jahrhundert in Heidelberg Jura studierte. Als ein Freund von Viktor Hase bei einem Duell seinen Rivalen erschoss, lieh Hase ihm seinen Studierendenausweis, damit dieser fliehen konnten. Dummerweise verlor der Freunde den Ausweis in Frankreich, wo er gefunden und ans Universitätsgericht in Heidelberg geschickt wurde. Viktor Hase musste zu diesem Vorfall vor Gericht Stellung nehmen und sagte: "Mein Name ist Hase, ich verneine die Generalfragen, ich weiß von nichts." Danach erhielt Hase seinen Ausweis zurück, durfte weiterstudieren und erwarb am Ende sogar einen Doktortitel.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.