Russland brennt: Verzweifelter Kampf gegen die Flammen

Mindestens 30 Menschen starben bislang bei Waldbränden in Russland. Soldaten und Feuerwehrleute kämpfen verzweifelt gegen die Brände und Torfmoor-Feuer in der Mitte und im Süden des Landes an. Alle 300 Löschwagen des Heeres seien im Einsatz, erklärte Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow am Samstag.
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Von Flammen aufgefressen: Dorf nahe Moskau
dpa Von Flammen aufgefressen: Dorf nahe Moskau

WORONESCH - Mindestens 30 Menschen starben bislang bei Waldbränden in Russland. Soldaten und Feuerwehrleute kämpfen verzweifelt gegen die Brände und Torfmoor-Feuer in der Mitte und im Süden des Landes an. Alle 300 Löschwagen des Heeres seien im Einsatz, erklärte Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow am Samstag.

Rund 1.200 Häuser wurden zerstört, überwiegend in kleinen Dörfern, wie das Notfallministerium in Moskau mitteilte. Das Notfallministerium erklärte zugleich, die größten Brände seien unter Kontrolle. Das staatliche Fernsehen meldete indes, in einigen Regionen brächen täglich bis zu 20 neue Feuer aus. In der Nähe der Stadt Togliatti musste ein Sommerlager geräumt werden, um die rund 2.000 dort untergebrachten Kinder in Sicherheit zu bringen, wie die Nachrichtenagentur ITAR-Tass berichtete.

Am schwersten betroffen waren laut Fernsehberichten die Provinzen Woronesch und Nischni Nowgorod im Süden des Landes. In der noch am Freitag von einem Feuerring eingeschlossenen Stadt Woronesch waren am Samstag erste Fortschritte zu sehen, die Brände direkt am Stadtrand konnten nach Behördenangaben unter Kontrolle gebracht werden. Weiterhin ziehen jedoch Rauchschwaden von weiter entfernten Feuern in die Stadt.

Landesweit wurde bereits eine Fläche von 870 Quadratkilometern von den Flammen erfasst. Russland leidet seit Wochen unter einer Hitzewelle und Dürre. Es ist der heißeste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 130 Jahren. Der Großteil der Weizenernte ist vertrocknet. Südlich von Moskau wurden Spitzentemperaturen von über 40 Grad gemessen, nahe der Grenze zur Ukraine in der Region am Don 41,6 Grad.

apn

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