Russische Sekte hält 20 Kinder jahrelang unter der Erde

Ohne Sonnenlicht, Elektrizität und Heizung haben rund 70 Mitglieder einer Sekte in Russland, darunter mehr als 20 Kinder, in einem unterirdischen Bunkersystem gelebt.
| dpa
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Ohne Sonnenlicht, Elektrizität und Heizung haben rund 70 Mitglieder einer Sekte in Russland, darunter mehr als 20 Kinder, in einem unterirdischen Bunkersystem gelebt. Die Minderjährigen seien schmutzig und in schlechtem Zustand gewesen, berichteten Ärzte der Zeitung "Komsomolskaja Prawda".

Moskau - Einige waren offenbar noch nie an der frischen Luft. Festnahmen gab es zunächst nicht. Die Kinder kamen in Krankenhäuser und sollen dann in Waisenhäusern betreut werden. Gegen die Eltern laufen Ermittlungen wegen Misshandlung Schutzbefohlener.

Bei der Sekte in der Stadt Kasan an der Wolga - rund 800 Kilometer östlich von Moskau - handelt es sich um Anhänger eines 83 Jahre alten muslimischen Predigers. Faisrachman Satarow bezeichnet sich als Propheten Mohammeds. Er befahl seinen Jüngern, unter seinem Haus ein großes Zellensystem zu errichten. Die Anhänger durften - bis auf wenige Ausnahmen - das Gelände nicht verlassen und keinen Kontakt zur Außenwelt aufnehmen.

Das Haus sei illegal gebaut worden, teilte die Polizei in der muslimisch geprägten Teilrepublik Tatarstan mit. Sektenmitglieder kündigten Widerstand gegen den Abriss des Gebäudes an. Die Behörden waren auf den Fall aufmerksam geworden, als ein Spezialkommando wegen Ermittlungen in einem Mord an einem islamischen Geistlichen das Gelände wegen Terrorismusverdachts stürmte.

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