Upcycling statt Wegwerfen: Was im alten Christbaum steckt

Aufhänger für das ganze Jahr: Selbstgemachte Kleiderhaken
So hat man an seinem ausgedienten Weihnachtsbaum noch länger eine Freud’.
An Heiligabend wird er mit bunten Kugeln, Strohsternen und Lametta behangen, wieso ihn also nicht weiter als Aufhängung nutzen? Der Verband "Natürlicher Weihnachtsbaum" hat eine einfache Anleitung, wie man aus seinem Christbaum Haken für Kleidung oder Geschirrtücher macht.

Dazu sägt man ein Stück des Stammes heraus, bei dem die Äste gleichmäßig rundum herausragen. Dann kürzt man die Äste auf die gewollte Länge. Mit einem Messer entfernt man Nadeln und Rinde. Holzfeile und Sandpapier glätten den Rest. Nun sägt man den Stamm der Länge nach in zwei Hälften, bohrt mit einem Holzbohrer zwei Löcher und fertig! Die Haken können mit Schrauben an der Wand montiert werden.
Für den Frühling: Schnecken-Schreck ohne Chemie
Gerade lassen sich die Kriechtiere noch nicht blicken, doch es ist nur eine Frage der Zeit.
Wenn in wenigen Monaten der Schnee taut und sich die ersten Pflänzchen einen Weg aus der Erde bahnen, sind auch die Schnecken nicht weit. Die schleimigen Weichtiere haben mit ihrem großen Appetit schon so manchen Hobbygärtner zur Verzweiflung gebracht.

Umso besser, dass man mit seinem alten Christbaum vorsorgen kann. Denn Schnecken kriechen ungern über Nadeln – sie piksen und die Tiere sollen durch Geschmack und Geruch abgeschreckt werden.
Am besten bewahrt man also die Zweige seines Weihnachtsbaumes an einem trockenen Ort auf und streut die Nadeln im Frühling in den Beeten aus. Die Schnecken werden so ganz ohne Chemie ferngehalten.
Entspannung daheim: Winter-Bad
Verfroren heimkommen? Ab in die Wanne mit Tannennadel-Sud.
Bei den eisigen Temperaturen wirkt ein Bad in der heißen Wanne wohltuend. Als Badezusatz kann man wunderbar die Nadeln des alten Christbaums verwenden. Man sollte aber darauf achten, dass es ein Biobaum ist. Andernfalls badet man womöglich in Pestiziden.

Für ein Vollbad benötigt man 100 bis 150 Gramm Nadeln. Diese gibt man mit Wasser in einen Topf und kocht das Gemisch mindestens zehn Minuten lang auf. Anschließend gießt man den Sud durch ein Sieb in das Badewasser. Dann heißt es: Augen zu und entspannen.
Geschnitztes Rührgerat: Christbaumspitze wird zum Quirl
Hölzern, praktisch nachhaltig: vom Weihnachtsbaum zum Küchenhelfer.
Wie sich die alte Christbaumspitze in ein Rührgerät – genauer gesagt in einen Quirl – verwandeln lässt, zeigt der Verband "Natürlicher Weihnachtsbaum" auf seiner Internetseite.
Zunächst sägt man einen passenden Abschnitt des Baumes ab. Für einen kleinen Quirl eignet sich die Christbaumspitze, für eine größere Variante kann auch ein dickerer Abschnitt verwendet werden.

Anschließend werden die Äste auf die gewünschte Länge gebracht sowie Nadeln und Rinde entfernt. Mit Schleifpapier glättet man die Oberfläche gründlich.
Zum Schutz vor Schmutz wird der Quirl abschließend mit etwas Leinöl eingerieben. Nach dem Trocknen poliert man das Rührgerät mit einem Baumwolltuch. Fertig ist der selbst gemachte Astquirl!
Würze auf der Zunge: Tee aus Nadeln
Eine warme Tasse in den Händen und der angenehme Duft in der Nase.
Ob Fichte, Tanne oder Kiefer – aus den Nadeln dieser Bäume lässt sich Tee herstellen. Bei Erkältungen soll er sogar schleimlösend wirken. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Nadeln von einem Biobaum kommen, andernfalls können giftige Pestizide an den Zweigen sein. Außerdem wird empfohlen, den Tee nur in Maßen zu trinken.

Für eine Tasse schneidet man einen Teelöffel Nadeln klein und quetscht sie leicht. Dann packt man sie in einen Beutel und lässt den Tee maximal zwei Minuten ziehen. Mit etwas Honig süßen und genießen.