Saharastaub: So putzen Sie Ihre Fenster – und ihr Auto – ohne Kratzer

Hat der Saharastaub mal wieder zugeschlagen, kann die Reinigung der Fensterscheiben – und des Autos – zu einer Herausforderung werden. Doch keine Sorge: Mit ein paar Tricks bekommen Sie im Handumdrehen alles wieder sauber, ohne dabei die Scheiben oder den Autolack zu zerkratzen.
Stefica Budimir-Bekan |
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Saharastaub hinterlässt einen unschönen Film auf den Fenstern – bei der Reinigung ist aber Obacht geboten. (Symbolbild)
Saharastaub hinterlässt einen unschönen Film auf den Fenstern – bei der Reinigung ist aber Obacht geboten. (Symbolbild) © Copyright: xMarcOliver_Artworksx (www.imago-images.de)

Sie wollen den Saharastaub sofort am liebsten von Ihren Fenstern oder vom Auto wegputzen? Lieber nicht! Bevor Sie jetzt hektisch zum Putzlappen greifen, sollten Sie erst mal warten, bis der Saharastaub komplett vorbeigezogen ist. Ein Blick auf die Wettervorhersage lohnt sich, um zu erfahren, wie lange sich die Staubwolke noch in der Gegend aufhalten wird. Wer sofort putzt, erreicht in der Regel nur eins: Er ärgert sich und darf womöglich am nächsten Tag direkt wieder ran.

Saharastaub: So reinigen Sie die Fenster richtig – ohne Kratzer

Ist der Himmel wieder klar, dürfen es Ihre Fenster ruhig auch werden. Doch Vorsicht, bereits beim ersten Schritt machen die meisten einen groben Fehler: Sie greifen zum Schwamm und schrubben drauflos. Was den wenigsten dabei aber bewusst ist: Der feine Wüstensand wirkt auf Glas oder auf dem Autolack wie Schleifpapier und kann unschöne Kratzer hinterlassen!

Saharastaub: Was Sie für eine schonende Reinigung beachten sollten

Um Schäden zu vermeiden, sollte der größte Schmutz erst mal großzügig mit klarem Wasser abgewaschen werden. Dabei am besten von oben nach unten arbeiten. Vergessen Sie nicht die Fensterrahmen, denn hier sammeln sich die feinen Staubkörnchen besonders gern und sind nur mit viel Wasser wieder sauber zu kriegen. Vergessen Sie vorher nicht, die Fensterbank freizuräumen. Das erleichtert die Arbeit und lässt Ihre Zimmerpflanzen, denen das ablaufende Schmutzwasser erspart wird, länger leben.  

Saharastaub in München.
Saharastaub in München. © Sven Hoppe/dpa

Erst danach geht’s ans Eingemachte: Mit frischem Putzwasser (am besten lauwarm) nachwischen. Ein kleiner Spritzer Spülmittel oder Glasreiniger und ein Abzieher bringen die Scheiben wieder zum Strahlen. Nach jedem abgezogenen Streifen den Abzieher mit einem Tuch trocknen, um Schlieren zu vermeiden. Bei hartnäckigem Schmutz kann ein Spritzer Spiritus oder Isopropylalkohol im Wasser Wunder wirken. Vorsicht: Die Fensterdichtungen dabei aussparen, denn die mögen den Alkohol gar nicht.

Wer möchte und einen hat, kann natürlich auch einen Hochdruckreiniger für die Fensterscheiben benutzen. Zum Schluss noch mit einem trockenen Mikrofasertuch oder Fensterleder die Scheiben streifenfrei polieren. Um unschöne Flecken zu vermeiden, sollte das Putzen nicht in der prallen Sonne durchgeführt werden. Aus gutem Grund: Denn das Wasser verdunstet auf den warmen Scheiben viel zu schnell und hinterlässt Streifen. 

Sanfte Reinigung: So vermeiden Sie Kratzer im Autolack

Wer kann, sollte sein Auto beim Anmarsch von Saharastaub am besten in die Garage stellen, doch wer keine andere Wahl hat, muss den Wagen im Anschluss an die staubige Luft und den Blutregen vermutlich erst mal putzen. Grundsätzlich lohnt es sich, das Auto nach einem Saharastaub-Besuch gründlich sauberzumachen. Schließlich können verschmutzte Scheiben, Scheinwerfer und Rücklichter nicht nur unschön aussehen, sondern auch die Sicht und damit die Sicherheit im Straßenverkehr beeinträchtigen.

Saharastaub kann sich auch auf Autos hartnäckig festsetzen. (Symbolbild)
Saharastaub kann sich auch auf Autos hartnäckig festsetzen. (Symbolbild) © xLadaniferx via imago-images.de (www.imago-images.de)

Doch bevor Sie den Schwamm auspacken und damit den Sand in den Autolack einmassieren und Kratzer verursachen, sollten Sie auch hier erst mal mit einem Wasserstrahl den groben Schmutz abwaschen. Da das Verwenden eines Wasserschlauchs vielerorts aus Umweltschutzgründen nicht erlaubt ist, empfiehlt sich eine Fahrt durch die Autowaschanlage, 

Saharastaub hält sich hartnäckig: Bei der Autowäsche manuell nacharbeiten

Nach der Handwäsche heißt es: Türen und Klappen öffnen nicht vergessen. So gelangen Sie auch an die verdeckten Blechflächen, auf denen sich gern Staub und Schmutz verstecken. Den Lappen regelmäßig gründlich auswaschen, damit Sie den feinen Saharastaub nicht einfach von einer Stelle zur nächsten verteilen.

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Das Armaturenbrett ebenfalls bedenken. Denn auch der Innenraum freut sich über eine Reinigung, da Saharastaub durch die Lüftung ins Auto gelangen kann. Die Sitze und Böden mit dem Staubsauger gründlich aussaugen – besonders in Ritzen und Ecken sammelt sich der Staub gern. Danach mit einem feuchten Tuch oder einem speziellen Reiniger für den Fahrzeuginnenraum die Oberflächen abwischen. 

Übrigens: Der ADAC empfiehlt, den Innenraumfilter (auch Pollenfilter genannt) nach Saharastaub und Blutregen zu inspizieren und zu wechseln, wenn das schon länger nicht der Fall war.  Sonst gelangt die ganze Staubfracht bei der nächsten Fahrt direkt in den Innenraum des Wagens. 

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