Abortfliegen: Wie gefährlich sie sind und wie man sie wieder loswird

Sie sind wahrlich ein äußert unerwünschter Besucher in der Wohnung: die Abortfliege. Woran man einen Befall erkennt und wie man die kleinen Fliegen wieder loswird.
André Wagner |
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Abortfliegen sind zwar nicht direkt gefährlich, können aber Keime verbreiten.
Abortfliegen sind zwar nicht direkt gefährlich, können aber Keime verbreiten. © IMAGO

Schon mal kleine schwarze Würmer in der Toilette oder winzig kleine Fliegen im Badezimmer entdeckt? In diesem Fall hat man Abortfliegen in der Wohnung. Das braune Insekt, welches zur Familie der Schmetterlingsmücken (Psychodae) gehört, ist nur 1,5 bis 2,5 Millimeter groß und dadurch auch nur schwer zu erkennen, so das Umweltbundesamt.

Mit ihrem Aussehen, ihre Flügel besitzen am dunkleren Rand weiße Punkte und die Männchen besitzen dazu noch zwei schwarze Punkte, ähnelt die Abortfliege leicht einem Schmetterling. Doch wie schafft es das Insekt eigentlich in die Wohnung und sind die kleinen Fliegen gefährlich?

So gelangen Abortfliegen in die Wohnung

Viel benötigt die Abortfliege nicht, um in ein Haus oder eine Wohnung zu gelangen, bereits kleinste Öffnungen reichen der Fliege leider schon dafür aus. Das kleine Insekt findet man hauptsächlich in Schmutzwasser. 

Vor allem in Abflüssen, Rohrleitungen und in der Kanalisation fühlt sich die Abortfliege sehr wohl und legt dort ihre Eier ab, wo sich die Larven von den Ablagerungen ernähren. "chip.de" berichtet, dass vor allem Haare, Hautschuppen und Essensreste ihnen als Hauptnahrungsquelle dienen, und wenn diese Rückstände in der Toilette landen, bieten sie den Larven der Abortfliege optimale Bedingungen zum Gedeihen

Abortfliegen lieben verschmutztes Wasser und Fäkalien.
Abortfliegen lieben verschmutztes Wasser und Fäkalien. © IMAGO

Die Larven sehen aus wie kleine schwarze Würmer, die sich auch in der Toilette einnisten können und dann teilweise auch in der Toilettenschüssel zu sehen sind. 

Wie kann man das Auftreten der Larven und Fliegen verhindern?

Um die Heimsuchung durch Abortfliegen und/oder deren Larven zu vermeiden, sollte man auf keine Fälle Küchenabfälle und Essensreste in der Toilette entsorgen. Zudem ist es wichtig, dass die Toilette regelmäßig gereinigt wird. Dafür sollte der Spülkasten sowie der Abfluss der Toilette gründlich mit Desinfektionsmittel oder einem wirksamen Rohrreiniger behandelt werden, zudem sollte die Toilettenbürste in regelmäßigen Abständen erneuert werden.

Es kann auch helfen, gelegentlich heißes Wasser durch die Leitungen jagen, das mag die Abortfliege nicht so gerne. Auch sollten keine offenen Abwässer und Behälter mit verschmutztem Wasser in der Wohnung länger herumstehen.

Ist man für längere Zeit nicht in der Wohnung anwesend, z. B. Urlaub oder ein längerer Krankenhausaufenthalt, sollte man dafür sorgen, dass alle Abflüsse und Toiletten regelmäßig durchgespült werden. Dadurch wird eine Ansammlung von Ablagerungen, die den Larven als Nahrung dienen könnten, vermieden.

Sollte es dennoch zu einem Befall mit Abortfliegen kommen, kann man die lästigen Insekten einfach mit einem Staubsauger entfernen. Nur in wirklich extremen Fällen ist der Einsatz von Insektiziden oder professioneller Hilfe notwendig.

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Da sie weder stechen noch giftig sind, ist die Abortfliege für Menschen nicht direkt gefährlich. Dennoch ist ihre Anwesenheit aus einem anderen Grund problematisch. Abortfliegen können die Übertragung von Krankheiten begünstigen, beispielsweise wenn die Fliegen in Kontakt mit Lebensmitteln kommen, da sie sich vorwiegend in verschmutztem Wasser, Urin sowie Kot niederlassen. Daher kann ein Abortfliegenbefall eine massenhafte Vermehrung von Keimen und massive hygienische Bedenken in der Wohnung mit sich bringen.

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