Grippe, Erkältung, Bakterienlast: So schützen Sie sich in Bus und Bahn
Die meisten Keime sind harmlos oder sogar nützlich. Doch es gibt auch Krankmacher unter ihnen. Erreger werden über Wasser, die Luft, Berührungen oder Lebensmittel übertragen. Wenn in Bussen und Bahnen besonders viele Menschen unterwegs sind, besteht die Gefahr, sich bei anderen Passagieren anzustecken.
Bei einer Tröpfcheninfektion gelangen Erreger beim Niesen, Husten und sogar Sprechen in die Luft. Wer sie einatmet, kann krank werden.
Fahren mit Bus und Bahn: So schützen Sie sich vor Erregern
Bei Kontaktinfektion, auch Schmierinfektion genannt, vollzieht sich die Ansteckung meist über eine Kette von Berührungen. Der Erreger kann von Mensch zu Mensch oder über berührte Gegenstände übertragen werden. Laut "BZ" werden so vor allem Durchfall auslösende Noroviren oder Rotaviren übertragen. Besonders viele Erreger findet man laut dem ADAC Reisemediziner Dr. Klaus Schäfer auf Tür- und Haltegriffen, Geländern, Wasserhähnen und Toilettenspülungen.
Problematisch wird es, wenn sich Menschen häufig mit den Händen ins Gesicht fassen, denn so gelangen Erreger über Kontakt mit der Augen-, Mund- oder Nasenschleimhaut in den Körper. Daher sollte man möglichst vermeiden, sich und anderen mit den Händen ins Gesicht zu fassen.
Gegen Erreger wappnen kann man sich durch:
- Regelmäßiges Händewaschen
- Flüssigseife oder Desinfektionsmittel eignen sich gut für unterwegs
- Mit Symptomen sollte man lieber zu Hause bleiben
- Wenn möglich, regelmäßig lüften
Eine gute Handhygiene ist als Schutzmaßnahme wichtig. Durch gründliches Händewaschen lässt sich die Ansteckung reduzieren. Man sollte sich grundsätzlich die Hände waschen…
- Nach dem Toilettengang
- Nach Gartenarbeit
- Nach dem Nase putzen
- Nach dem Kontakt mit Tieren
- Nach dem Spielen (bei Kindern)
- Immer, wenn man von draußen ins Haus kommt
- Nach und während des Kochens (vor allem bei der Verarbeitung von Fleisch und Fisch)
- Vor dem Essen
Das gilt insbesondere bei einer akuten Erkrankung. Das Desinfizieren der Hände ist laut "BZ" im Gegensatz zum regelmäßigen Händewaschen bei gesunden Menschen nicht nach jeder Fahrt mit Bus und Bahn notwendig.
Dennoch empfiehlt sich das Mitnehmen von feuchten Handreinigungstüchern, Fläschchen mit Flüssigseife oder Desinfektionsmittel für zwischendurch, wenn kein Wasser und Seife vorhanden sind. Viele Desinfektionsmittel eignen sich auch für die Reinigung von Flächen.
Knigge für Kranke
Wer bereits krank ist, sollte sich hingegen vor der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel die Hände desinfizieren und unter Umständen einen Mundschutz tragen, um das Erkrankungsrisiko für andere Passagiere zu verringern.

Das Beachten der Erkältungsetikette hilft auch dabei: Beim Niesen und Husten die Armbeuge nutzen, wenn kein Taschentuch vorhanden, genügend Abstand zu anderen Fahrgästen halten oder sich wegdrehen und benutzte Taschentücher idealerweise in einem Mülleimer mit Deckel entsorgen.
So wäscht man sich richtig die Hände
- Hände nass machen.
- 20 bis 30 Sekunden gründlich einseifen – dabei auch zwischen den Fingern, die Handgelenke und die Fingerspitzen säubern.
- Die Seife anschließend gründlich abspülen. Warmes Wasser ist laut Klaus Schäfer von Vorteil, um Keime zu entfernen.
- Hände mit einem sauberen Tuch trocknen.
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