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Randale in Stuttgart: Fragen müssen schnell geklärt werden

AZ-Redakteurin Rosemarie Vielreicher über die Stuttgart-Debatte.
| Rosemarie Vielreicher
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21. Juni: Die beschädigte Scheibe eines Einzelhandelsgeschäfts in Stuttgart.
Marijan Murat/dpa/dpa 21. Juni: Die beschädigte Scheibe eines Einzelhandelsgeschäfts in Stuttgart.

Stuttgart - Die Ausschreitungen in Stuttgart werfen noch viele Fragen auf. Zu viele. Politik und Polizei müssen jetzt schnell und transparent aufklären, warum die Situation eskaliert ist, wer die ominöse Partyszene ist und wie man die Randale der überwiegend jungen Männer hätte verhindern können. Denn schon jetzt tun sich wieder Personen hervor, die die ungeklärten Vorfälle zur Stimmungsmache gegen Migranten nutzen.

Ein Beispiel: Stefan Müller, CSU-Bundestagsabgeordneter aus Erlangen. Der schreibt in Sozialen Medien: "Wir haben in Deutschland ein Problem mit Migranten, die keinerlei Respekt vor der Polizei haben." Durch die angestoßene Rassismus-Debatte fühlten sie sich als Opfer, Alkohol und Drogen enthemmten sie gegenüber der Polizei, spekuliert er weiter. Aussagen wie diese sind billig, hetzerisch und populistisch. Und vor allem ohne Grundlage. Was er nämlich nicht schreibt: Die Hälfte der Verdächtigen sind Deutsche.

Ja, es hat in Stuttgart ein Problem mit Gewalt gegen Beamte und fehlendem Respekt gegenüber der Polizei gegeben. Pauschal mit Nationalität hat das aber nichts zu tun.

Lesen Sie hier: Ist Stuttgart auch in München möglich?

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