Entwarnung nach Quecksilberverdacht: DHL-Zentrum wieder frei

Nach dem Verdacht, das giftige Schwermetall Quecksilber sei in einem Zustellzentrum gefunden worden, gibt es nun Entwarnung. Anhaltspunkte für strafrechtliche Ermittlungen gibt es laut Polizei nicht.
dpa |
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Das DHL-Zentrum in Leizen wurde vorsorglich gesperrt.
Das DHL-Zentrum in Leizen wurde vorsorglich gesperrt. © Jens Büttner/dpa
Leizen

Nach der Sicherstellung einer verdächtigen Substanz im DHL-Paketzustellzentrum im mecklenburgischen Leizen hat die Polizei Entwarnung gegeben. Bei dem Stoff handele es sich nicht, wie zunächst vermutet, um Quecksilber, teilte die Polizei mit. Das Zustellzentrum sei wieder freigegeben worden. "Weitere strafrechtliche Ermittlungen ergeben sich nach aktuellem Stand nicht."

Eine Laboranalyse habe ergeben, dass es sich um das ungefährliche Galinstan handele. Dies sei eine quecksilberfreie Metalllegierung, die unter anderem als Ersatzstoff für Quecksilber verwendet werde. Nach derzeitigem Stand sei eine Bestellung von Galinstan während des Transport- beziehungsweise Zustellvorgangs beschädigt worden. Dadurch sei es zur Verunreinigung weiterer Pakete gekommen.

Das Zustellzentrum war zeitweise gesperrt worden. Spezialkräfte und Feuerwehr sicherten die Substanz, von der vermutet worden war, es könne sich um einen Gefahrenstoff handeln. 

Quecksilberfund am Wochenende 

Der Stoff war früheren Angaben zufolge im Zustellzentrum, im Zustellerfahrzeug und auch in den privaten Räumen einer Zustellerin gesichert worden. Die 50 Jahre alte Mitarbeiterin hatte sich am Dienstag an die Polizei gewandt, nachdem sie körperliche Beschwerden verspürt hatte, die einer Vergiftungserscheinung ähnelten. Die Symptome könnten auf Quecksilber deuten, sagte ein Polizeisprecher. 

Das hochgiftige Schwermetall Quecksilber ist das einzige Metall, das bei Raumtemperatur flüssig ist. Es kann bei einer Belastung über längere Zeit zu schweren Gesundheitsschäden führen. 

Am Wochenende war in Neustadt-Glewe - ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern - eine Wohnung nach einem Quecksilberfund geräumt worden. Eine der Bewohnerinnen habe online Blumen bestellt, in der Lieferung sei der gefährliche Stoff entdeckt worden, hatte die Polizei mitgeteilt. Zwei Bewohnerinnen wurden ärztlich behandelt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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