Prozess um tödliche E-Roller-Unfälle in Frankfurt gestartet

Ein junger Mann konsumiert Lachgas, fährt viel zu schnell durch die Stadt. Kurz darauf sind zwei Brüder tot, ein weiterer Mann ist schwer verletzt.
dpa |
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Bei dem Scooter-Unfall stirbt ein 23-jähriges Zwillings-Bruderpaar. (Archivbild)
Bei dem Scooter-Unfall stirbt ein 23-jähriges Zwillings-Bruderpaar. (Archivbild) © Mike Seeboth/dpa
Frankfurt/Bad Kreuznach

Zu Beginn des Prozesses wegen versuchten Mordes und fahrlässiger Tötung von E-Rollerfahrern in Frankfurt hat die Rechtsanwältin des Angeklagten das Geschehen als "menschliche Katastrophe" bewertet. Dies betreffe die Opfer und deren Familien, aber auch ihren Mandanten, sagte sie. Er sei "ein ganz normaler junger Mann, der nun im Gefängnis sitzt". Bei dem Unfall sei er nicht Herr seiner Sinne gewesen, sondern habe sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden. 

Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 24-jährigen Mann aus Bad Kreuznach vor, in der Nacht auf den 6. Juli 2025 nach dem Konsum von Lachgas deutlich zu schnell durch die Innenstadt gefahren zu sein. Sein Auto soll von der Spur abgekommen und das Gefährt von 23-jährigen Zwillingen gerammt haben, die zu zweit auf einem Roller fuhren. Einer der Brüder starb am Unfallort, der andere noch in derselben Nacht im Krankenhaus. 

Flucht von Unfallfahrer

Kurz darauf soll der Angeklagte mit seinem Auto gegen einen weiteren, 27-jährigen E-Scooter-Fahrer geprallt sein, der dadurch mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe geschleudert wurde und über eine Strecke von etwa 70 Metern auf der Motorhaube liegenblieb. Er wurde sehr schwer verletzt, der Unfallfahrer flüchtete.

Nach der bisherigen Planung der Schwurgerichtskammer soll der Prozess bis Mitte September dauern.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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