Prozess gegen U-Bahn-Treter beginnt mit Befangenheitsantrag

Der Prozess um eine brutale Attacke gegen eine Frau auf einer U-Bahn-Treppe in Berlin ist noch vor dem Verlesen der Anklage vertagt worden. Die Verhandlung vor dem Landgericht der Hauptstadt werde am nächsten Dienstag fortgesetzt, sagte Richterin Sylvia Busch.
| dpa
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U-Bahnstation Hermannstraße in Berlin. Knapp acht Monate nach der Gewaltattacke gegen eine Frau auf einer Treppe in der U-Bahnstation beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Angreifer.
U-Bahnstation Hermannstraße in Berlin. Knapp acht Monate nach der Gewaltattacke gegen eine Frau auf einer Treppe in der U-Bahnstation beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Angreifer.

Berlin - Hintergrund ist der Antrag der Verteidiger zu Prozessbeginn, eine Schöffin wegen Befangenheit abzulehnen. Sie soll sich demnach in Leserbriefen in einer Zeitung über kriminelle Jugendliche mit Migrationshintergrund beschwert haben. Über den Antrag der Verteidiger muss das Gericht nun erst entscheiden.

Sollte die Frau tatsächlich als befangen gelten, müsste ein neuer Schöffe gesucht werden. Dann könnte sich der Prozess um mehrere Wochen verzögern.

Der 28 Jahre alte angeklagte Bulgare soll die arglose Passantin mit einem wuchtigen Tritt in den Rücken eine Betontreppe hinunter getreten haben. Der Angriff am U-Bahnhof Hermannstraße im Stadtteil Neukölln hatte bundesweit Entsetzen und Empörung ausgelöst. Dem mutmaßlichen U-Bahn-Treter wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

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