"Prana": Drei vegetarische Ayurveda-Rezepte für mehr Lebensenergie

"Prana" bedeutet im Sanskrit "Lebensenergie" - eine Kraft, die im Ayurveda eng mit Vitalität und innerer Balance verbunden ist. Genau dieses Prinzip steht im Mittelpunkt des neuen Kochbuchs "Prana" (DK Verlag) von Ayurveda-Koch Simon Mayer, der zeigt, wie vegetarische Küche den Alltag energetisch unterstützen kann. Hier gibt es drei Rezepte, die klassische Ayurveda-Lehre mit alltagstauglicher, moderner Küche verbinden.
Mungpfannkuchen mit Apfelmus und Beerenkompott
Zutaten für die Pfannkuchen (4 Personen): 120 g Mung Dal (geschälte gelbe Mungbohnen), 1 TL Salz
Füllung: 2-4 Äpfel (je nach Größe), 1 EL Ghee (plus 1 EL zum Braten), 1 Zimtstange, 200 g gemischte Beeren (z.B. Brombeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren), ½ TL Pfeilwurzelstärke, Saft von ½ Zitrone
Topping: 8 EL geschälte Hanfsamen (oder Kürbiskerne, Sesam, Sonnenblumenkerne), geröstet
Zubereitung: Am Vorabend Mung Dal in einer Getreidemühle mahlen oder in einem leistungsstarken Standmixer in zweimal ca. 30 Sekunden zu feinem Mehl zerkleinern. Mit Salz und 300 ml Wasser in einer Schüssel zu einem glatten, dünnflüssigen Teig verrühren. (Der Teig sollte etwas dünnflüssiger als herkömmlicher Pfannkuchenteig sein.) Den Teig dann bis zur Verwendung (oder max. 2 Tage) abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.
Die Äpfel waschen, halbieren, entkernen und mit Schale grob würfeln. Die Würfel mit 1 EL Ghee und Zimtstange in einen Topf geben und zugedeckt bei mittlerer Hitze in ca. 5 Minuten weichköcheln. Wenn der dabei austretende Saft nicht zum Garen der Äpfel reicht, noch 50 ml Wasser zufügen. Die Zimtstange entfernen und die Äpfel im Mixer glatt pürieren.
Die Beeren waschen, in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze ca. 1 Minute leicht köcheln lassen. Stärke und Zitronensaft glatt verrühren. In die köchelnden Beeren rühren.
Eine beschichtete Pfanne erhitzen und leicht mit Ghee einfetten. Je nach gewünschter Größe der Pfannkuchen kleinere oder größere Teigportionen in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze ca. 2 Minuten braten. Dann wenden und 2 Minuten weiterbraten, bis beide Seiten leicht gebräunt sind. Fertige Pfannkuchen aus der Pfanne nehmen und mit dem restlichen Teig wiederholen.
Jeweils etwas Apfelmus und Beerenkompott auf eine Hälfte der Pfannkuchen geben. Die andere Hälfte darüberklappen, mit den Hanfsamen bestreuen und servieren.
Cremiger Sellerie mit Karotten und Hanfsamen
Zutaten für Sellerie: 400 g Knollensellerie, 1 EL Ghee, 200 ml Kokosmilch, 1 Prise Muskatnuss, Salz, Schwarzer Pfeffer, ½ TL Pfeilwurzelstärke
Karotten: 400 g lila Karotten (Purple Haze), 1 EL Kokosöl, Salz, 1 EL Tamarindenpaste
Topping: 8 EL geschälte Hanfsamen, 1 Handvoll lila Radieschensprossen, Kokosöl zum Braten, Koriander-Chutney, 1 Handvoll Korianderblätter
Zubereitung: Den Sellerie schälen und in 1 × 3 cm große Rauten schneiden. Das Ghee in einem breiten Topf erhitzen und die Rauten darin bei mittlerer Hitze 5 Minuten anbraten, jedoch nicht bräunen. Mit der Kokosmilch ablöschen, mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Den Sellerie dann zugedeckt bei schwacher Hitze in 15 Minuten weich garen. Am Ende der Garzeit die Stärke mit 1-2 EL Wasser glatt verrühren und unter den Sellerie rühren.
Inzwischen den Backofen auf 175 Grad Umluft vorheizen. Die Karotten schälen. Mit dem Kokosöl einreiben, salzen und im Ofen ca. 25 Minuten backen. Dabei nach der Hälfte der Garzeit wenden. Vor dem Servieren mit der Tamarindenpaste bestreichen.
Die Hanfsamen in einer Pfanne bei schwacher Hitze rösten, bis sie duften. Herausnehmen. Dann die Radieschensprossen kurz in etwas Kokosöl anbraten.
Die Selleriecreme mittig auf Teller verteilen und die Karotten darauf anrichten. Jeweils etwas Koriander-Chutney rundum träufeln. Mit gerösteten Hanfsamen und Radieschensprossen toppen. Mit Korianderblättern bestreuen und servieren.
Belugalinsen-Dal mit Blumenkohl und Tamarinde
Zutaten für das Dal: 120 g Belugalinsen, 2 EL Kokosöl (plus mehr für den Blumenkohl), 1 Knoblauchzehe (fein gehackt), 1 Sternanis, 1 TL Tamarindenpaste, 1 EL Tahin, ½ grüne Chili (nach Belieben, entkernt und fein geschnitten),
Blumenkohl: 400 g Blumenkohl, 1 TL Kreuzkümmelsamen, ½ TL Pfeilwurzelstärke, 200 ml Kokosmilch, 1 TL Koriandersamen (fein gemörsert), Salz
Topping: 4 EL Sesam (geröstet), 1 Handvoll Korianderblätter
Zubereitung: Die Linsen waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. In einem breiten Topf 2 EL Kokosöl leicht erhitzen und den Knoblauch darin hell anschwitzen. Linsen und Sternanis zugeben und knapp mit Wasser bedecken. Die Linsen aufkochen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 25 Minuten köcheln lassen.
Tamarindenpaste und Tahin verrühren, zu den Linsen geben und diese nochmals aufkochen. Eventuell noch etwas Wasser zugeben, damit die Linsen eine sämige Konsistenz bekommen. Mit Salz und nach Belieben mit Chili abschmecken.
Den Blumenkohl waschen, putzen und in walnussgroße Röschen teilen. Etwas Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und die Röschen darin anbraten, bis sie rundum leicht gebräunt sind. Den Kreuzkümmel zugeben und ca. 5 Sekunden mitrösten. Stärke und Kokosmilch glatt verrühren und den Blumenkohl damit ablöschen. Koriandersamen zufügen, salzen und den Blumenkohl zugedeckt bei mittlerer Hitze in ca. 2 Minuten bissfest garen.
Dal und Blumenkohl auf Tellern anrichten. Mit Sesam und Korianderblättern bestreuen und servieren.