Polizeibehörde soll nach Floyds Tod nicht ersetzt werden

Der gewaltsame Tod von George Floyd hatte weltweit für Empörung gesorgt. Der Ex-Polizist Derek Chauvin wurde verurteilt. An der Struktur der Polizeibehörde wollen die Bürger jedoch nichts ändern.
| dpa
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Eine Skulptur von George Floyd wird in New York enthüllt.
Eine Skulptur von George Floyd wird in New York enthüllt. © John Minchillo/AP/dpa
Washington

Knapp eineinhalb Jahre nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd in Minneapolis haben sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt gegen die Abschaffung der Polizeibehörde in ihrer jetzigen Form ausgesprochen.

Gut 56 Prozent der Befragten stimmten am Dienstagabend (Ortszeit) gegen eine entsprechende Petition, wie aus offiziellen Angaben hervorging. Zur Debatte stand, dass die Polizei in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesoata durch eine neue "Behörde für öffentliche Sicherheit" ersetzt werden sollte.

Die neue Behörde hätte einen "umfassenden Ansatz im Bereich der öffentlichen Gesundheit" verfolgen sollen. Zum Personal sollten auch Polizisten gehören können. Floyd war im Mai 2020 bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet worden. Seitdem steht die Polizeibehörde in Minneapolis unter massivem Druck. Floyds Tod löste in den USA monatelange Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt aus.

Seit dem Vorfall spaltet die Debatte über den Umgang mit der Polizei die USA. Während sich viele Demokraten für Reformen aussprechen, um Polizisten einfacher zur Rechenschaft ziehen zu können, kritisierten zahlreiche Republikaner eine Kampagne gegen die Polizei. Demokraten forderten, öffentliche Mittel für die Polizei neu zu verteilen. Sie sahen sich dem Vorwurf von Republikanern ausgesetzt, den Polizeibehörden die Gelder entziehen zu wollen.

Im Prozess um die Tötung Floyds hatte das zuständige US-Gericht im Juni eine Haftstrafe von 22 Jahren und sechs Monaten gegen den verurteilten weißen Ex-Polizisten Derek Chauvin verhängt. Neben Chauvin wurden drei weitere am Einsatz gegen Floyd beteiligte Ex-Polizisten angeklagt. Sie werden in einem Verfahren in Minneapolis ab März nächsten Jahres vor Gericht stehen.

© dpa-infocom, dpa:211103-99-844260/2

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