Phänomen Spielerfrau

Nur blond und schön? Einst als Dummchen-Deko für die Tribüne verlacht, mausern sich Sylvie van der Vaart und Co. zu echten Stilikonen. Und was wäre ein Fußballturnier ohne weibliche Verstärkung auf der Tribüne?
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Nur blond und schön? Einst als Dummchen-Deko für die Tribüne verlacht, mausern sich Sylvie van der Vaart und Co. zu echten Stilikonen. Und was wäre ein Fußballturnier ohne weibliche Verstärkung auf der Tribüne?

Ein Glück, dass es Sylvie van der Vaart gibt. Sonst wäre das Phänomen „Spielerfrau“ bei dieser Europameisterschaft gnadenlos unterrepräsentiert. Schließlich sind die Engländer heuer nicht dabei, und damit die Vorzeige- Spielerfrauen schlechthin: zum Beispiel Victoria Beckham. Die schöne Sylvie trägt zwar keine Pizzatellergroßen Sonnenbrillen wie „Posh“, aber dafür dieselben Stiefel, wie vor demMatch gegen Italien zu sehen war.

WAGS, so berühmt wie ihre Männer?

Was wäre ein Fußballturnier ohne weibliche Verstärkung auf der Tribüne? Um 1900 herum mussten die Spielerfrauen bei Cheruskia Bielefeld noch eine Wäscheleine in die Höhe halten, als Tor-Ersatz. Heute sind die Frauen und Freundinnen (oder WAGS, „Wives and Girlfriends“, wie die englische Presse sie nennt), fast berühmter als die männlichen Spieler. Luca Tonis Herzdame Marta Cecchetto ist nicht nur auf Titelbildern von Zeitschriften zu sehen, sondern moderiert inzwischen auch eine TV-Show in Italien: Modeland, eine Model- Castingshow. Cristiano Ronaldos Freundin, das ehemalige Nacktmodel Nereida, ist in allen Klatschblättern zu finden. Und als Italiens Francesco Totti die TV-Moderatorin Ilary Blasi heiratete, sorgte das Paar in halb Rom für ein riesiges Verkehrschaos.

Deutschland holt auf

Auch die Spielerfrauen der Deutschen stehen der internationalen Liga in nichts mehr nach: Julia Gödicke, Freundin von Marcell Jansen, posierte jüngst in der „Gala“ in edlen Roben vor den Schweizer Bergen. Und Sarah Brandner war schon vor ihrer Beziehung zu Bastian Schweinsteiger ein viel gefragtes Model. „Ich mag das Wort Spielerfrau eigentlich nicht“, hat Petra Frings, Ehefrau von Torsten Frings, einmal gesagt. „Dabei denkt jeder nur an blond und blöde.“ Aber die Zeiten von überlangen Fingernägeln, tiefen Ausschnitten und grellbunten, knappen Tops sind vorbei, Spielerfrauen entdecken Stil lobte jüngst erst die „Vogue“. Es gibt sogar ein Internetforum namens „spielerfrauen“, in dem Userinnen über die neuesten Klamotten von Sylvie van der Vaart disktuieren und Fotos von Sarah Brandner tauschen. Die Spielerfrau – am Ende wird sie genauso stilbildend wie Carrie Bradshaw aus „Sex and the City“.

Wo wir übrigens gerade bei schönen Frauen waren: Der schönste Mann im deutschen Team ist Michael Ballack. Das hat eine „Vanity-Fair“-Umfrage ergeben. 39 Prozent der befragten Frauen entschieden sich für den Kapitän, auf Platz zwei landete Jens Lehmann (16 Prozent) vor Kevin Kuranyi (11 Prozent).

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