Ostern: Was die Feiertage eigentlich bedeuten

Am 5. April feiern die Menschen in diesem Jahr den Ostersonntag. Viele verbinden mit dem Osterfest in erster Linie bunte Eier und einen Hasen, der für die Kinder Süßigkeiten und Spielzeug versteckt. Doch hinter den Feiertagen verbirgt sich viel mehr als nur das. Was es mit den Osterfeiertagen auf sich hat.
Wann feiern wir Ostern?
Die sogenannte Karwoche beginnt in diesem Jahr am 29. März mit dem Palmsonntag. Das Wort "Kar" stammt vom althochdeutschen Wort "kara" und bedeutet so viel wie "Trauer" oder "Kummer“. Während der Karwoche gibt es mehrere Festtage: den Palmsonntag, den Gründonnerstag und den Karfreitag. Der Ostersonntag ist der Höhepunkt dieser besonderen Woche und fällt dieses Jahr auf den 5. April. Der Ostersonntag fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn (21. März). Damit ist der 22. März das frühestmögliche Datum für den Ostersonntag und der 25. April das späteste.
Palmsonntag: Beginn der Karwoche
Mit dem Palmsonntag beginnt jedes Jahr die Karwoche. Laut des neuen Testaments der Bibel erschien Jesus Christus an diesem Tag in Jerusalem auf einem Esel. Die Einwohner, die in ihm den Messias sahen, bejubelten Jesus und legten Palmwedel auf die Straße. Aus diesem Grund segnet die katholische Kirche am Palmsonntag Buchsbaumzweige oder Palmwedel für Gläubige. Funfact: Vielerorts wird in Familien der- oder diejenige, die am Palmsonntag als letzte aufsteht Palmesel genannt.
Gründonnerstag und das letzte Abendmahl
Am Gründonnerstag wird an das letzte Abendmahl von Jesus Christus gedacht. Am Vorabend seines Todes versammelte sich Jesus mit seinen zwölf Jüngern und brach das Brot. Woher der Name stammt, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. In vielen Regionen Deutschlands ist es am Donnerstag vor Ostern Tradition, grüne Speisen zu essen. Am Gründonnerstag landen deshalb oft Spinat oder eine grüne Kräutersuppe auf dem Tisch.
Trauer am Karfreitag und Karsamstag
Am Karfreitag steht der Tod von Jesus Christus im Mittelpunkt. An diesem Tag starb der Erlöser auf dem Hügel Golgatha im heutigen Jerusalem am Kreuz und nahm durch diesen Akt freiwillig die Sünden der Welt auf sich. Der Karfreitag wird auch als "stiller Feiertag" bezeichnet, an dem Menschen dem Leiden und Sterben Jesus gedenken, weshalb viele Gläubige fasten und auf Fleisch verzichten. In einigen Bundesländern wie Bayern herrscht sogar ein Tanzverbot: Am Gründonnerstag ab 2 Uhr bis Karsamstag 24 Uhr bleiben Clubs und Diskotheken geschlossen. Allerdings gibt es mittlerweile auch Ausnahmen und Sonderregelungen. In vielen Familien werden am Karfreitag die Ostereier gefärbt.

Am Karsamstag steht die Grabesruhe von Jesus Christus und sein Abstieg in die Unterwelt im Mittelpunkt. Mit Fasten und Gebeten erwarten Gläubige die Auferstehung des Sohn Gottes, um die es an Ostern geht. Im Vergleich zum Karfreitag handelt sich bei Karsamstag um keinen gesetzlichen Feiertag, weshalb die Geschäfte normal geöffnet sind um letzte Ostereinkäufe zu erledigen.
Eiersuche am Ostersonntag
Am Ostersonntag feiern Christen die Auferstehung Jesus Christus von den Toten. Aus diesem Grund ist Ostern das höchste Fest des Christentums. Mit der Auferstehung Jesus Christus begründen sie ihren Glauben an ein Leben nach dem Tod. In Deutschland ist der Brauch entstanden, dass der Osterhase gefärbte Eier und Süßigkeiten für die Kinder versteckt. In Bayern segnen Priester im Ostergottesdienst zudem Speisen der Gläubigen. Traditionell landen Brot, Schinken, Salz, Eier und ein gebackenes Osterlamm in einem Korb, den man vor dem Altar aufstellt.
Spaziergang mit Gesang und Gebet am Ostermontag
Auch der Ostermontag ist in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. An diesem Tag trafen laut des Lukasevangeliums zwei Jünger einen Unbekannten auf dem Weg nach Emmaus. Erst später erkannten sie ihn als Jesus Christus und verkündeten in Jerusalem seine Auferstehung. Um diesen Tag haben sich in Deutschland verschiedene Bräuche entwickelt. In einigen Gemeinden unternehmen Christen einen Spaziergang, bei dem sie singen und beten.