Ölpest im Golf von Mexiko: Test gestoppt

In Golf von Mexiko gibt es erneut Probleme beim Versuch, die Öl-Katastrophe zu stoppen. Am Tag zuvor klangen die BP-Techniker noch euphorisch.
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NEW ORLEANS - In Golf von Mexiko gibt es erneut Probleme beim Versuch, die Öl-Katastrophe zu stoppen. Am Tag zuvor klangen die BP-Techniker noch euphorisch.

Von der Hoffnung, mit dem neuen Abfangtrichter das Ausströmen von Öl zu stoppen (AZ berichtete) war die Rede. Doch schon am ersten Tags des Testlaufs für die fast 70 Tonnen schwere Vorrichtung gab’s Komplikationen.

Jetzt müssen die Testmethoden erst noch einmal überprüft werden. Erst dann kann mit der 48 Stunden langen Testreihe begonnen werden.

Der neue Zylinder, der bereits an den Meeresboden in 1500 Meter Tiefe gebracht worden ist, soll, anders als frühere Konstruktionen, das Loch vollständig abdichten.

 BP-Manager Kent Wells erläuterte, der Zylinder habe drei Öffnungen, die nach und nach geschlossen würden. Dabei werde stetig der Druck in dem Ventilsystem gemessen. Niedrige Werte könnten bedeuten, dass doch noch an anderer Stelle Öl austritt. „Das würde die Frage aufwerfen, ob das Steigrohr an der Ölquelle im Meeresboden defekt ist“, sagte Wells.

Der Ex-Chef des UN-Umweltprogramms Unep, Klaus Töpfer, forderte, dass für Ölbohrungen in der Tiefsee internationale Mindeststandards gelten sollten. Eine entsprechende Konvention der Vereinten Nationen sei sinnvoll, da die Ölsuche immer weiter in die Tiefsee oder in die Arktis vorangetrieben werde.

Und der EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat sich dafür ausgesprochen, die Tiefseebohrungen in der Nordsee zu stoppen. Die Mitgliedsstaaten sollten für europäische Gewässer neue Bohrungen unter extremen Bedingungen nicht mehr genehmigen.

Während Umweltschützer ein Verbot aller Bohrungen in Tiefen von mehr als 200 Meter fordern, nannte Oettinger keinen Grenzwert; der hänge von den örtlichen Verhältnissen ab.

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