Niederrhein: Ist Mirco einem Verbrechen zum Opfer gefallen?

Die Polizei glaubt nach vier Tagen an ein Verbrechen: Die Suche nach dem seit Freitag vermissten zehnjährigen Mirco am Niederrhein läuft weiter. Rund 1000 Polizisten sind im Einsatz.
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Mit diesem Foto fahndet die Polizei nach dem vermissten Mirko
dpa Mit diesem Foto fahndet die Polizei nach dem vermissten Mirko

GREFRATH - Die Polizei glaubt nach vier Tagen an ein Verbrechen: Die Suche nach dem seit Freitag vermissten zehnjährigen Mirco am Niederrhein läuft weiter. Rund 1000 Polizisten sind im Einsatz.

Mit jeder Stunde schwindet die Hoffnung. Denn das Gelände, das die Einsatzkräfte abgesucht haben, ist bereits riesig. Trotzdem durchkämmten auch gestern rund 1000 Polizisten die Umgebung von Grefrath, von wo seit dem Freitagabend der zehnjährigeMirco verschwunden ist. Die Beamten gehen inzwischen allerdings von einem Verbrechen aus.

Was ist geschehen zwischen Freitagabend, als der Mirco, der mit einem Freund unterwegs war, nicht nach Hause kam und Samstag gegen 10 Uhr, als seine Eltern Vermisstenanzeige erstatteten?

Es gibt Spuren, aber keine ernstzunehmenden Hinweise: das Fahrrad des Buben, das weniger als einen Kilometer von seinem Elternhaus in einem Feld neben einer Straße gefunden wurde; ein dunkler Kombi, der an dieser Stelle von zwei Zeugen gesehen wurde; die Witterung des Kindes, die von Spürhunden in der Nähe aufgenommen, aber drei Kilometerweiter entfernt wieder verloren wurde.

Polizeikommissarin Alexandra Kusenberg (38) sagt: „Wir hoffen natürlich, dass wir Mirco finden werden.“ Sie verschweigt auch nicht die Angst von ihr und ihren Kollegen, dass einer möglicherweise auf Mircos Leiche stößt.

Im Dorf wird nur Gutes über die sechsköpfige Familie mit den beiden Buben und zwei Mädchen im Alter von neun, zehn, zwölf und 13 Jahren erzählt. Auch dem Jugendamt des Kreises Viersen war die strenggläubige Familie, die der freikirchlichen Christusgemeinde in Krefeld angehört, nur positiv aufgefallen, es hatte sogar ein Pflegekind bei ihnen untergebracht.

Allerdings gibt es auch Kritik an den Eltern: „Wie kann man um diese Uhrzeit einen Zehnjährigen allein unterwegs sein lassen“, sagt Angelika Wittorf (31) und verweist auf eine nahe psychiatrische Anstalt, in der auch Sexualtäter untergebracht sind.

mh

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