Neun Tote nach Hauseinsturz in Lüttich

Neun Tote wurden bisher geborgen: Nach dem Einsturz eines mehrstöckigen Wohnhauses am Mittwoch im belgischen Lüttich suchen die Helfer unter Hochdruck nach weiteren Opfern.
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In Lüttich ist ein fünfstöckiges Wohnhaus eingestürzt
dpa In Lüttich ist ein fünfstöckiges Wohnhaus eingestürzt

BRÜSSEL - Neun Tote wurden bisher geborgen: Nach dem Einsturz eines mehrstöckigen Wohnhauses am Mittwoch im belgischen Lüttich suchen die Helfer unter Hochdruck nach weiteren Opfern.

Beim Einsturz eines mehrstöckigen Hauses nach einer Explosion sind im ostbelgischen Lüttich mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben belgischer Medien vom frühen Donnerstagmorgen werden weitere Opfer unter den Trümmern vermutet. Die Suche wurde mit Hochdruck fortgesetzt. Wie viele Menschen begraben sein könnten, war auch am frühen Morgen noch unklar.

Verletzt wurden bei dem Einsturz des Altbaus am Mittwochmorgen etwa 20 Menschen. Etwa fünf Stunden vor dem Zusammenbruch des Hauses hatte es eine Explosion, vermutlich eine Gasexplosion, gegeben.

Die Toten seien bisher nicht identifiziert worden. Ein zwölfjähriges Mädchen sowie eine Frau waren lebend gerettet worden.

Feuerwehrleute waren mit Spürhunden im Einsatz. Sie suchten zum Teil mit bloßen Händen in den Trümmern. Der Zivilschutz schickte ein Team ähnlich dem, das Belgien jüngst in das Erdbebengebiet in Haiti entsandt hat.

Scheinwerfer leuchteten den Trümmerberg aus, die gesamte Leopoldstraße im Zentrum der wallonischen Stadt war evakuiert worden. Im Umkreis von mehreren hundert Metern hatte die Druckwelle Fensterscheiben bersten lassen, die Gegend war von einer Staubschicht bedeckt. In der Umgebung der Straße wurde sicherheitshalber das Gas abgestellt.

Etwa die Hälfte der Bewohner verbrachte die Nacht bei Freunden und Verwandten, der Rest in Hotels, die sich spontan als Herbergen zur Verfügung gestellt hatten. Zahlreiche Menschen litten unter Schocks und Traumata.

Der belgische König Albert II. war am Nachmittag an die Unglücksstelle gekommen, um sich selbst ein Bild zu machen.

dpa

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