Naked Optics: Der nackte Werbe-Wahnsinn

Weil ihnen Kapital fehlt, ziehen zwei Österreicher blank, um ihre Skibrillen zu bewerben – der Erfolg gibt Naked Optics Recht.
| Clemens Hagen
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Fast nackte Werbung für Naked Optics.
Florian Schüppel 12 Fast nackte Werbung für Naked Optics.
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Werbung ist teuer, vor allem, wenn man sich gerade mit der ersten Geschäftsidee selbstständig macht. Was tun? Zwei Österreicher verfielen auf das Naheliegende: Sie ließen sich mit ihrem Produkt, in diesem Fall Skibrillen, einfach und kostengünstig nackt fotografieren. Dass die Firma von Christoph Fink (28) und Philipp S. (25) Naked Optics heißt, ist da vielleicht kein Zufall.

Auf die Idee mit den Skibrillen kam Fink, als er während eines Auslandssemesters in Singapur einen chinesischen Produzenten von Skibrillen kennenlernte. Dem schickte er auf gut Glück einfach mal ein paar Entwürfe für Skibrillenmodelle. "Was dann aus China zurückkam, war so super von der Qualität, dass ich daraus ein Geschäft machen wollte."

Wenig später traf Fink im Urlaub seinen heutigen Kompagnon S. "In Sri Lanka am Strand, da, wo sich zwei passionierte österreichische Skifahrer halt kennenlernen", sagt BWL-Student Fink lachend.

Der Wiener Sportstudent S. hat als Skilehrer die nötigen Kontakte in die Szene, um Naked Optics bekanntzumachen. Fink: "Unser Vorteil gegenüber den großen Anbietern wie Oakley oder Uvex ist der Preis. Mit 59 bis 69 Euro je nach Modell kosten die nackerten Skibrillen nur rund halb so viel wie die Konkurrenz."

Die beiden Österreicher sind von ihrem Produkt so überzeugt, dass sie ihre erste Geschäftsidee am liebsten zum Beruf auf Lebenszeit machen würden. Fink: "Wir haben in diesem Jahr schon 60.000 Euro Umsatz gemacht – und da ist sicher noch Luft nach oben." Sex sells – der nackte Wahnsinn.

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