Nach Air-France-Zwischenfall: US-Behörde will A380-Prüfung

Nach dem Zwischenfall mit einem A380 von Air France-KLM über Grönland hat die US-Luftfahrtbehörde die Untersuchung aller Triebwerke des betroffenen Typs angeordnet. Betroffen sind mindestens 125 Airbus-Flugzeuge - mehr als die Hälfte aller Exemplare des weltgrößten Passagierjets.
| dpa
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Die US-Luftfahrtbehörde hat eine groß angelegte Untersuchung einiger A380-Modelle angeordnet. Auch ein Münchner Triebwerksbauer ist womöglich betroffen.

Frankfurt/Main - Nach dem Zwischenfall mit einem A380 von Air France-KLM über Grönland hat die US-Luftfahrtbehörde die Untersuchung aller Triebwerke des betroffenen Typs angeordnet. Betroffen sind mindestens 125 Airbus-Flugzeuge - mehr als die Hälfte aller Exemplare des weltgrößten Passagierjets.

Diese werden von Triebwerken der Engine Alliance angetrieben, zu der der US-Konzern General Electric und die United-Technologies-Tochter Pratt & Whitney gehören. Auch der Münchner Triebwerksbauer MTU arbeitet an den Triebwerken mit.

Eine A380 der Air France hatte Ende September nach einem "schweren Schaden" an einem vier Triebwerke auf dem Weg von Paris nach Los Angeles einen Notruf abgesetzt. Die Maschine landete daraufhin sicher in Neufundland. Laut der französischen Luftfahrt-Untersuchungsbehörde BEA hatte sich nach erster Begutachtung der sogenannte Fan - das drehende Element an der Vorderseite des Triebwerks - während des Flugs gelöst. Abgefallene Teile des Triebwerks wurden bereits geborgen.

Die Fluggesellschaften, die die A380 mit dem betroffenen Triebwerkstyp im Einsatz haben, müssen auf Weisung der FAA nun die Triebwerke äußerlich begutachten und bei sichtbaren Beschädigungen auch das Innere in Augenschein nehmen. Sollte sich ein typbedingter Fehler herausstellen, will die FAA möglicherweise weitere Maßnahmen anordnen.

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