Mutmaßlicher Entführer: Block gab uns Schal und Spielzeug

Er soll bei der Entführung der Block-Kinder Fahrer eines Autos gewesen sein. Der 35-Jährige sagt zum zweiten Mal als Zeuge im Prozess aus. Die Verteidiger haben viele Fragen.
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Christina Block soll die Entführung ihrer eigenen Kinder beauftragt haben.
Christina Block soll die Entführung ihrer eigenen Kinder beauftragt haben. © Marcus Brandt/dpa Pool/dpa
Hamburg

Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat ein Zeuge Details zu einem angeblichen Treffen mit der angeklagten Mutter kurz vor Silvester 2023/24 berichtet. Die Unternehmerin Christina Block habe ihnen im Hotel Grand Elysée einen Schal und Spielzeug der Kinder für die Rückholung mitgegeben, sagte der 35-Jährige, der nach eigenen Angaben bei der Aktion einer der Fahrer war, laut Übersetzung. Blocks Verteidigung hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass es ein solches Treffen am 28. Dezember nie gegeben habe.

Die Hamburger Unternehmerin Christina Block ist angeklagt, nach einem langen Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihre beiden jüngsten Kinder – damals 10 und 13 Jahre alt – in der Silvesternacht 2023/24 vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette "Block House", Eugen Block, beteuert ihre Unschuld.

Zeuge bekam sicheres Geleit

Es war bereits der zweite Prozesstag, an dem der Israeli aussagte. Das Fragerecht lag am Vormittag bei den Verteidigern. Am ersten Prozesstag hatte der Zeuge geschildert, er habe nur helfen wollen, denn der Chef einer israelischen Sicherheitsfirma habe ihm berichtet, dass die Kinder angeblich beim Vater misshandelt würden und die Rückholung legal sei. Heute sehe er die Aktion anders: "Es war ein großer Fehler."

Der Mann und drei andere Beschuldigte aus Israel hatten sich mitten im laufenden Prozess gemeldet, die Justiz gewährte ihnen für ihre Zeugenaussage sicheres Geleit. Sie müssen zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls mit einer Anklage und einem Prozess rechnen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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